Leser Bastian Lambertz in Italien

Laufheld beim Venedig-Marathon 2016

Bastian Lambertz gewann als RUNNER'S-WORLD-Abonnent eine Reise zum Venedig-Marathon. Hier berichtet er von seinem unvergesslichen Erlebnis.

RUNNER’S-WORLD-Abonnent Bastian Lambertz hatte eine Reise zum Venedig-Marathon 2016 gewonnen

RUNNER’S-WORLD-Abonnent Bastian Lambertz hatte bei einem Laufhelden-Gewinnspiel eine Reise zum Venedig-Marathon 2016 gewonnen.

Bild: privat

Am Sonntag, den 23. Oktober 2016, durfte ich meinen Gewinn als Laufheld genießen und in Venedig am 31. Venicemarathon teilnehmen. Der Transfer vom Flughafen zur Unterkunft in einem offiziellem Fahrzeug des Veranstalters bescherte mir bereits einige neugierige Blicke der Personen am Flughafen und am Hotel. Untergebracht war ich im Russott Hotel, gemeinsam mit vielen anderen Teilnehmern und auch den Elite-Läuferinnen und -Läufern.

Sogar beim Tactical Meeting mit den Profis durfte ich anwesend sein. Unglaublich, was diese Läufergruppe alles beachten und planen muss, bevor das Rennen startet. Die große Pastaparty am Vorabend mit riesigem Buffett und großer Teilnehmerzahl rundete den ersten Tag ab. Dort gab es neben dem Essen auch noch eine sehr ausführliche Beschreibung der Strecke und des gesamten Ablaufs vor, während und nach dem Venicemarathon.

Am Rennsonntag durfte ich mit einer kleinen Gruppe gemeinsam mit den Eliteläufern in einem Bus vom Hotel direkt bis an den Start des Venedig-Marathons fahren. Der Start an sich war bereits ein Highlight, die Lage an der Villa Pisani einfach herrlich. Vom Start an ging es ewig lang vorbei am Fluss Naviglio des Brenta auf der rechten, und den, für mich typisch italienischen, Häusern mit verschiedensten Statuen auf der linken Seite.

Zwischen den Kilometern 10 bis 30 wurden wir Läufer in regelmäßigen Abständen von diversen Live-Rockbands musikalisch angefeuert – das war genau mein Ding. So freute ich mich jedes Mal, wenn ich in der Ferne bereits die ersten Gitarrenklänge vernahm.

Selbst in den kleinsten Dörfern standen unzählige Menschen an den Straßen und feuerten uns lauthals an. "Bravi, bravi..." an allen Ecken! So mancher Zuschauer rief sogar meinen Namen. Es dauerte einen kurzen Moment bis ich erkannte, dass mein Name ja auf meiner Startnummer prangt. Aber so persönlich von wildfremden Menschen angefeuert zu werden ist dann doch nochmal etwas Anderes, etwas Besonderes.

Ein kurzer Abstecher in ein Industriegebiet bot dem zunehmend müderen Auge kein besonders bemerkenswertes Bild. Danach folgte dann der Einlauf in die Stadt Mestre. Ewig lange Straßen in einer typischen Stadtkulisse, einen kurzem Abstecher zum städtischen Hafen bevor es dann etwa bei Kilometer 30 in Richtung San Giuliano Park ging. Eine riesige Grünanlage! Dort angekommen, konnte man auch das erste mal die Skyline Venedigs erkennen.

Das Ziel schien greifbar (vermutlich ein Grund, warum ich an dieser Stelle das Rennen nicht beendete, sondern weiter machte). Direkt danach ging es dann auch schon auf die vier Kilometer (!) lange Brücke nach Venedig. Vor dem Rennen freute ich mich noch auf diesen Moment. Schließlich weiß man, dass es danach nicht mehr weit ist. Aber vier Kilometer geradeaus... Es nahm kein Ende.

Einen schlimmen Moment erlebte ich dann noch kurz vor der Pontonbrücke: Zirka zwei Kilometer vor dem Ziel ging ein Mann vor Schmerzen schreiend mit Krämpfen zu Boden. Ein Sanitäter nahm sich sofort seiner an. Der Aufschrei des Sportskollegen ging durch bis ins Mark.

Auf dem Markusplatz wurde einem für die letzten rund 700 verbleibenden Meter nochmals richtig Feuer gemacht. Auf dem rundum geschlossenen Platz feuerten mehrere tausend Menschen die Läufer lautstark an, Gänsehaut inklusive. Danach ging es dann auch schon über die letzten kleinen Brücken zum Ziel. Ein grandioses Gefühl!

Im Ziel des Venedig-Marathons wurden wir super in Empfang genommen und verpflegt. Mit einer Fähre ging es danach zum Hafen der Stadt und von dort zurück aufs Festland. Das alles wurde extra für die Sportler organisiert. Auf der Fähre sah und realisierte ich das erste Mal, vor welcher unglaublichen Kulisse ich da gerade gelaufen war. Bis Montagmittag durfte ich Hotel bleiben und genoss das Frühstück nach dem Rennen umso mehr, bevor ich dann, wieder durch den Veranstalter organisiert, zum Flughafen gebracht wurde.

Mit dem Marathon an sich bin ich auch sehr zufrieden. Zwar wollte ich zwischen den Kilometern 30 und 31 unbedingt aufhören, konnte meinen inneren Schweinehund jedoch überwinden und beendete das Rennen in knapp 3 Stunden und 7 Minuten. Für meinen zweiten Marathon war das mich persönlich eine Super-Zeit und im Vergleich zum ersten Lauf im Sommer eine Verbesserung um zirka 18 Minuten.

Während der Organisation haben mir Nina Schümann von RUNNER’S WORLD und Mara Carraro wirklich sehr geholfen. Mara Carraro vom Orga-Team in Venedig hat mich bei der Planung und Anmeldung unterstützt, mit ihr stehe ich immer noch in Kontakt. Sie machte mir noch einige Lauf-Events in und um Venedig schmackhaft. Vielleicht nehme ich im nächsten Jahr an einem Nachtlauf in Venedig teil.

Also nochmal kurz zusammengefasst: Ein rundum gelungenes Wochenende, vielen Dank für dieses tolle Erlebnis!

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