Olympia spezial

Laufentscheidungen der Frauen

Die Frauenläufe versprechen Spannung pur! Hier eine Übersicht über die Mittel- und Langstreckenentscheidungen.


Packendes Duell zwischen Tirunesh Dibaba (204) und Meseret Defar (202).

Bild: photorun.net

800 m (Finale: 18. August)
Die Newcomerin des Jahres ist auch die große Favoritin: Pamela Jelimo überraschte in dieser Saison mit einer Serie von Siegen. Die 18-jährige Kenianerin steigerte sich dabei auf 1:54,97 Minuten und hält den Juniorinnen-Weltrekord. Eine Läuferin rannte in dieser Saison etwas schneller: Die 1.500-m-Hallen-Weltmeisterin Yelena Soboleva (1:54,85). Doch die Russin gehört zu jener Gruppe von Athletinnen, die in einen großen Dopingskandal verwickelt sind. Sie wurde vom Weltverband IAAF suspendiert. Eine andere Russin ist am Start: Tatyana Andrianova lief in diesem Jahr bisher starke 1:56,00. Die Weltmeisterin Janeth Jepkosgei (Kenia) wird ebenfalls zu beachten sein.

1500 m (Finale: 23. August)
Ohne Yelena Soboleva und ihre ebenfalls suspendierte Landsfrau Tatyana Tomashova (Russland) rückt Maryam Jamal (Bahrain) in den Mittelpunkt. Die frühere Äthiopierin, die im vergangenen Jahr im Rennen gegen Soboleva den WM-Titel gewann, ist in Peking jetzt die Favoritin. Sie ist nach dem russischen Dopingskandal die einzige Athletin bei Olympia, die in dieser Saison schon unter 4:00 Minuten gelaufen ist (3:59,99).

5.000 m (Finale: 23. August)
Sollte Tirunesh Dibaba nach den 10.000 m auch über die kürzere Distanz antreten, käme es zum Showdown mit ihrer Landsfrau Meseret Defar. Dibaba hatte Defar in diesem Jahr den Weltrekord abgenommen (14:11,15). Doch Defar war anschließend nicht viel langsamer mit 14:12,88. Hinter den beiden hätte im Kampf gegen die dritte Äthiopierin Meselech Melkamu und die Kenianerinnen voraussichtlich die Russin Liliya Shobukova die besten Chancen.

10.000 m (Finale: 15. August)
Die große Favoritin heißt Tirunesh Dibaba. Die erst 23-jährige Äthiopierin hat schon vier Weltmeistertitel gesammelt, doch Olympiasiegerin war sie noch nicht. 2004 in Athen wurde sie über 5.000 m aber bereits Dritte. Während die weiteren Äthiopierinnen sowie die Kenianerinnen sicherlich eine Rolle spielen, geht eine US-Amerikanerin mit der schnellsten Zeit dieses Jahres der Finalteilnehmerinnen ins Rennen: Shalane Flanagan rannte 30:34,49 Minuten in Stanford (Kalifornien). Zu beachten sein wird auch Kara Goucher, die bei der WM 2007 überraschend Bronze gewonnen hatte. Doch es gibt in diesem Rennen zumindest noch zwei weitere Läuferinnen, die ganz vorne dabei sein wollen: Die frühere Kenianerin Lornah Kiplagat (Niederlande) und die Chinesin Zhang Yingying. Für Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) wird es in diesem starken Feld nicht leicht, eine Platzierung unter den ersten 15 zu erreichen.

3.000 m Hindernis (Finale: 17. August)
Mit der Russin Gulnara Galkina gibt es eine klare Favoritin. Sie lief in diesem Jahr zwei der drei schnellsten Zeiten der Saison. Mit 9:08,22 Minuten führt die Weltrekordlerin (9:01,59) die Jahresbestenliste an. Doch im vergangenen Jahr erlebte sie bei der WM mit Rang sieben eine Pleite. Stattdessen gewannen zwei andere Russinnen, die in Peking ebenfalls am Start sein werden, Gold und Silber: Yekaterina Volkova triumphierte vor Tatyana Petrova. Mit Eunice Jepkorir (im vergangenen Jahr bei der WM Dritte) gibt es jetzt aber auch eine Kenianerin, die vorne mitmischen kann. Mit Antje Möldner (SC Potsdam) kann sich auch eine deutsche Läuferin für das Finale qualifizieren. In ihrem ersten Jahr als Hindernisläuferin erreichte sie bisher 9:34,21 Minuten.

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