Wings For Life Run in Darmstadt

Laufen zusammen mit der Welt

35.000 Läufer aus 32 Ländern liefen mit beim Wings For Life World Run. Auf deutschem Boden gingen 1.500 in Darmstadt auf die Laufpiste. Weltweit kamen über drei Millionen Euro Spenden- und Startgelder zusammen. Mit Video.

Wings for Life

Unter dem Motto "Laufen für diejenigen, die es nicht selbst können" waren in 32 Ländern 35.000 Läufer unterwegs.

Bild: Marcel Laemmerhirt / Redbull

Der erste Wings for Life World Run ist Geschichte. Über 35.000 Läufer starteten in 32 Ländern unter dem Motto "Laufen für diejenigen, die es selbst nicht können". Dabei kamen mehr als drei Millionen Euro an Spenden- und Startgeldern zusammen für die gleichnamige Stiftung Wings for Life. Das Geld fließt zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung.

Bei perfektem Läuferwetter in Darmstadt haben sich mehr als 1.500 Laufbegeisterte an der Startlinie am Bürgerpark Nord gesammelt. Darunter auch prominente Sportler wie Miriam Gössner, Julius Brink, Sabrina Mockenhaupt und ihr Zwillingsbruder Markus Mockenhaupt aus Siegen. Um exakt 10 Uhr UTC (12 Uhr deutsche Zeit) war es dann soweit: Über 35.000 Läufer starteten gleichzeitig. Wie lange sein persönliches Rennen geht, wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner, denn erst 30 Minuten nach dem Startschuss begannen die "Catcher Cars" ihre Aufholjagd.

Hier finden Sie ein Video von der Premiere des Wings for Life World Run mit Interviews, dem Rennen aus Darmstadt und Impressionen aus der Welt.




1.500 Laufbegeisterte in Darmstadt beim Wings For Life

Mit einer festgelegten Geschwindigkeit fuhren die Catcher Cars hinter dem Teilnehmerfeld her. Wer überholt wurde, für den war das Rennen vorbei. Das war das Besondere beim Wings For Life World Run: die Ziellinie war variabel und definierte sich danach, wie viel jeder Teilnehmer laufen wollte oder konnte. Logischerweise gewann derjenige, der als letztes übrig bleibt.

Das war in Darmstadt Markus Mockenhaupt, der Bruder von Langstrecken-Läuferin Sabrina Mockenhaupt. Nach 56,87 Kilometern war für den Marathonläufer Schluss. „Ich bin glücklich so lange durchgehalten zu haben. So ein Event zu gewinnen ist für mich schon ein Meilenstein, gerade weil meine Schwester sich im Vorfeld so für diese Veranstaltung engagiert hat“, so Markus Mockenhaupt nach Rennende. Lea Bäuscher aus Friedberg schaffte 46,23 Kilometer und gewann damit das Klassement der Frauen.

Start des Wings for Life World Run

Bild: Lars Schneider / Red Bull

Pünktlich um 12 Uhr fiel der Startschuss beim Wings for Life World Run in Darmstadt.

„Jeder ist heute in meinen Augen ein Gewinner, denn er hat seinen Teil zu diesem Projekt beigetragen. Das Besondere ist natürlich, dass die ganze Welt zusammen läuft für diesen einen guten Zweck“, so Schauspieler Samuel Koch. Egal welche Tageszeit, egal welches Wetter und egal ob Profisportler oder Hobbyläufer – am 4. Mai 2014 ist die ganze Welt gemeinsam gelaufen – für alle, die selbst nicht laufen können.

Im weltweiten Vergleich wurde es spannend: Nach 78,57 Kilometern wurde der Äthiopier Lemawork Ketama in einem Fotofinish nur knapp nach seinem Konkurrenten Remigio Huaman Quispe aus Peru vom Catcher Car überholt und holte sich damit den Sieg. Am Ende waren es nach dieser langen Distanz nur 90 Meter, die die beiden voneinander trennten. Die beste Läuferin war mit 54,79 Kilometern Elise Selvikvag Molvik aus Norwegen.

Insgesamt kamen so über drei Millionen Euro an Start- und Spendengeldern zusammen. Und der nächste Wings for Life World Run wartet schon: Der Startschuss fällt am 3. Mai 2015.

Wings for Life World Run

Laufen für die, die es selbst nicht können

Sabrina Mockenhaupt, Botschafterin des Wings for Life World Run
Beim Wings for Life World Run wird am 4. Mai 2014 an 40 Locations auf... mehr