Spendenmarathon

Läufer sammeln Gelder für Opfer aus Kenia

Auf 2.000 Kilometern von Mitteldeutschland nach Rom sammeln 15 Staffeln im April 2010 Spendengelder für Kenia.

Spendenmarathon_von_Mitteldeutschland_nach_Rom

Dr. Christoph Bergner und die kenianischen Läufer Paul Muigai Thuo und Isaac Kiplagat.

Am 5. April 2010 brechen Sportler aus fünf Nationen auf, um in 15 Etappen die 2.000-Kilometer-Strecke bis zum Papst Benedikt XVI. zu laufen. Sie starten am Ostermontag in Magdeburg und Torgau. Pro Etappe sollen bis zu 190 km gelaufen werden. Unter dem Motto "Von Luther zum Papst" laufen die Sportler ab Wittenberg dann gemeinsam über Bitterfeld, Eisleben, Erfurt in Richtung Süden. Die Strecke führt von Mitteldeutschland bis zum Vatikan. Organisiert wird dieser Benefizlauf, um die Menschen in Kenia zu unterstützen. Der kenianischen Marathonläufer Paul Muigai Thuo und Isaac Kiplagat Sang sind für diesen Anlass ganz vorn mit dabei. Krönender Abschluss ist dann der 19. April 2010, das Erreichen des Petersplatzes in Rom.

Bei den Unruhen 2007/08 in Kenia wurden Zehntausende vertrieben - Hilfe ist bitter nötig. Mehr als 800 Tote haben die blutigen Auseinandersetzungen in Kenia gekostet. Zehntausende waren auf der Flucht. Die Gewalt machte auch vor berühmten Sportlern im Lande nicht halt.

Bereits im Vorfeld fuhren die Initiatoren die Strecke ab, organisierten zahlreiche Ansprechpartner und stellten wichtige Kontakte her. "Die Begeisterung, die wir beim Abfahren der Strecke in den Etappenorten erleben durften, bestärkte uns darin, dass wir mit dem Anliegendes des Laufes etwas Positives bewegen können," sagte Zimmer.

In Rom – am Ende der Strecke – werden die Läufer dem Papst die auf dem Weg dorthin gesammelten Spenden überreichen. Das Geld soll dann den vertriebenen Menschen in Kenia zu Gute kommen. Bischof Cornelius aus Eldoret in Kenia hat zugesagt, die Verteilung vor Ort zu übernehmen.

Die Läufer aus Mitteldeutschland, Polen, Italien, den USA und Kenia erhalten prominente Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Sport, die gegebenenfalls medienwirksam ein Stück des Weges mitlaufen.

Text: Dr.Hans-Georg Kremer
Foto: T. Schaper