Red Bull 400

Läufer erstürmten Skisprung-Schanze im Schwarzwald

Bei der Premiere von Red Bull 400 in Titisee-Neustadt erstürmten 250 Läufer Deutschlands größte Natursprungschanze erstmals in vertikaler Gegenrichtung.

Red Bull 400 2015 - Fotos: 9 Fotos

Red Bull 400

Sieger Christian Riedl beim Erklimmen der Schanze.

Bild: Flo Hagena Red Bull Content Pool

Im Winter trifft sich an der Hochfirstschanze im Schwarzwald die Weltelite des Skisprungs, bereits sechs Weltcups fanden hier statt. Bei Red Bull 400 wurde sie heute zum ersten Mal in vertikaler Gegenrichtung erstürmt.

250 Teilnehmer nahmen es mit der größten Naturschanze Deutschlands auf, dabei gab es nur ein Ziel: als Schnellster oben anzukommen. Nach dem Start am Schanzenauslauf ging es für die Teilnehmer direkt steil bergauf. Nach 300 Metern führte sie eine Rampe auf den Schanzentisch, wo die letzten, aber auch härtesten 100 Meter auf die Läufer warteten. Bei einer Steigung von bis zu 35 Grad und einem Höhenunterschied von 140 Metern gingen die Sportler bis an ihre Grenzen.

Auch der frisch gekrönte Sieger bei der Triathlon Challenge Roth, Nils Frommhold, stellte sich dem Kampf gegen die Hochfirstschanze: „Absolut verrückt. Definitiv die intensivsten 400 Meter meines Lebens!“

Um 14 Uhr fiel der Startschuss für Red Bull 400 und die ersten 50 Läufer jagten die Hochfirstschanze hinauf. Nur wer unter den Top 10 seines Laufs war, konnte sich für das Finale qualifizieren und somit wurde bereits in den fünf Vorläufen hart gekämpft. Allerdings galt es seine Kräfte richtig einzuteilen, denn im Finale der Top 50 mussten die Läufer nochmal die letzten Kraftreserven aufbringen. Mit dem Ziel vor Augen versuchten sie trotz brennender Oberschenkel ein letztes Mal die 400 Meter vor ihren Kontrahenten zu erstürmen.

Christian Riedl und Egle Uslas gewinnen

Christian Riedl schaffte es als Erster nach 3:51,8 über Minuten die Ziellinie und holte sich damit die Krone: „Es war einfach nur hart. Hier geht’s von Anfang an steil bergauf und man hat keine Erholungspause. Es ist fantastisch hier zu gewinnen.“ Zweiter wurde Tomas Celko in 3:53,8 und Dritter Bastian Gloeden in 4:06,3.

Bei den 19 teilnehmenden Frauen ging es gleich im ersten Lauf um alles. Aber dabei lieferten sie sich ein nicht weniger spannendes Rennen, bei dem sich Egle Ulsas (EST) als Siegerin durchsetzen mit einer Zeit von 5:58,3 konnte. „Ich war noch nie so nervös wie vor diesem Lauf. Es war definitiv die härteste Competition, die ich je hatte“, sagte die 400-Meter-Läuferin nach dem Rennen. Den zweiten Platz belegte Mona Kunz in 6:12,6 und den dritten Platz Janice Waldvogel in 6:15,6.

Neben den beiden Einzeldisziplinen gingen bei Red Bull 400 auch insgesamt 14 Staffeln an den Start. Team AKAB schaffte es die vier mal 100 Meter am schnellsten zu bewältigen und holte sich den Sieg in der Teamwertung mit einer Zeit von 2:53,7. Doch auch alle anderen Läufer, die sich bei Red Bull 400 über die Ziellinie kämpften, können sich am Ende als Sieger feiern – denn sie haben den härtesten 400-Meter-Lauf der Welt überstanden und die größte Naturschanze Deutschlands bezwungen.

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