Deutsche Hallenmeisterschaften

Konstanze Klosterhalfen sorgt auch in der Halle für Furore

Konstanze Klosterhalfen gewann bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig souverän den Titel über 1.500 m.

Konstanze Klosterhalfen

Konstanze Klosterhalfen zeigte in Leipzig einmal mehr Topform.

Bild: photorun.net

Der Höhenflug von Konstanze Klosterhalfen setzt sich auch in der Halle fort: Am 19. Februar gewann die 20-jährige Crosslauf-Junioren-Europameisterin bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig souverän den Titel über 1.500 m. In einem Tempolauf rannte die Athletin von Bayer Leverkusen dabei im Alleingang eine hochklassige Zeit von 4:04,91 Minuten. Damit wurde sie zur zweitschnellsten deutschen Läuferin aller Zeiten über 1.500 m in der Halle. Den deutschen Rekord hält die Kölnerin Brigitte Kraus seit 1985 mit 4:03,64 Minuten. Mit einer entsprechenden Tempomacherin, die es bei Meisterschaftsrennen natürlich nicht gibt, ist die Rekordzeit für Konstanze Klosterhafen wohl zu erreichen. Platz zwei belegte mit entsprechendem Abstand Denise Krebs (TV Wattenscheid) in 4:25,34 Minuten, Dritte wurde Lena Klaassen (Bayer Leverkusen) mit 4:26,07.

„Ich wollte unbedingt eine schnelle Zeit erreichen. Ich hätte aber nicht gedacht, dass ich in diesen Bereich laufen kann. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es war eine tolle Stimmung in der Halle, die mich getragen hat. Ich konnte einfach laufen, ohne nachzudenken. Ich freue mich riesig über die Zeit. Mit meinem Trainer bespreche ich mich noch, welche Strecke ich in Belgrad laufe“, erklärte Konstanze Klosterhalfen. In Belgrad finden vom 3. bis 5. März die Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften statt. Konstanze Klosterhalfen ist für diese Titelkämpfe auch über 3.000 m qualifiziert. Mit ihrer 1.500-m-Zeit von Leipzig steht sie in der Welt in dieser Saison auf Platz fünf und in Europa auf Rang zwei.

Sechs Mittel- und Langstreckenrennen standen in Leipzig insgesamt auf dem Programm. Bei den Männern gewann Marius Probst (TV Wattenscheid) den 1.500-m-Titel in 3:41,40 Minuten vor Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg/3:44,48), der wie schon tags zuvor über 3.000 m Silber gewann. Dritter wurde Stefan Hettich (TSV Gomaringen) mit 3:46,64.

Auch im 3.000-m-Finale der Frauen setzte sich eine Nachwuchsläuferin durch: Die 19-jährige Alina Reh (SSV Ulm) ließ mit einer persönlichen Bestleistung von 8:53,56 Minuten - einer flotten Zeit für ein solches Meisterschaftsrennen - dabei die deutsche 3.000-m-Hindernis-Europameisterin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) hinter sich, die in 8:56,13 Zweite wurde. Gesa Krause war erst neun Tage zuvor bei ihrem Halbmarathon-Debüt in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) nicht ins Ziel gekommen. Rang drei belegte in Leipzig Hanna Klein (SG Schorndorf) mit 8:57,86.

„Ich wusste, dass ich ganz gut drauf bin und ein bisschen was riskieren kann. Wichtig war es, locker zu bleiben. Mit neun Minuten habe ich schon ein wenig geliebäugelt, aber dass es so deutlich darunter geht, hätte ich nicht gedacht“, sagte Alina Reh, die noch nicht entschieden hat, ob sie in Belgrad bei der EM starten wird. Gesa Krause wird nicht bei dieser EM laufen.

Im 3.000-m-Finale der Männer gewann der favorisierte Richard Ringer (LC VfB Friedrichshafen) in 7:59,68 Minuten vor Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg/8:01,10) und Timo Benitz (LG Farbtex Nordschwarzwald/8:01,31). „Leipzig war eine Zwischenstation. Jetzt heißt es bis zur EM in Belgrad wieder locker zu sein“, sagte Richard Ringer.

Im 800-m-Finale der Männer setzte sich Robert Farken (SC DHfK Leipzig) in 1:49,78 Minuten knapp vor Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe/1:49,81) und Jan Riedel (Dresdner SC/1:50,06) durch. Bei den Frauen gewann über diese Distanz Christina Hering in 2:06,52 vor Mareen Kalis (beide LG Stadtwerke München/2:07,41) und Rebekka Ackers (Bayer Leverkusen/2:08,93).

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