WM Berlin 1.500 m

Konchellahs Sohn Yusuf Saad Kamel triumphiert über 1.500 m

Yusuf Saad Kamel holt ersten großen Titel. Über 800 m siegt überraschend Caster Semenya. Dibaba fehlt über 5.000 m.

Yusuf Saad Kamel auf den letzten Metern bei seinem WM-Sieg über 1.500 m.

Yusuf Saad Kamel auf den letzten Metern bei seinem WM-Sieg über 1.500 m.

Bild: Photorun

Yusuf Saad Kamel, der Sohn des zweifachen kenianischen 800-m-Weltmeisters Billy Konchellah, ist bei den Weltmeisterschaften in Berlin zu seinem ersten großen Titel gelaufen. Der 26-Jährige, der früher Ggregory Konchellah hieß und seit November 2003 für Bahrain startet, gewann das 1.500-m-Finale nach einem taktischen Rennen in 3:35,93 Minuten. Silber ging an den Äthiopier Deresse Mekonnen (3:36,01), Bronze sicherte sich ein weiterer ehemaliger Kenianer: Titelverteidiger Bernard Lagat (USA) lief 3:36,20 Minuten. Die ,echten’ Kenianer gingen in diesem Finale leer aus. Asbel Kiprop wurde Vierter (3.36,47), Augustine Choge kam als Fünfter in 3:36,53 Minuten ins Ziel.

Lange Zeit passierte praktisch gar nichts im 1.500-m-Finale der Männer. Der Titelverteidiger Bernard Lagat und der Kenianer Augustine Choge kontrollierten das Feld von der Spitze aus, dahinter lief der Äthiopier Deresse Mekonnen. Daran änderte sich nichts, bis es in die letzte Runde ging. Hinter dem Trio hatte sich allerdings Yusuf Saad Kamel in Position geschoben. Es war dann zunächst Mekonnen, der die Initiative ergriff und sich an die Spitze setzte. Choge lief dahinter, während Lagat Pech hatte, weil er in der letzten Kurve eingeklemmt auf der Innenbahn rannte. Eingangs der Zielgeraden musste der Amerikaner fast quer nach außen laufen, um sich eine freie Bahn zu verschaffen. Dann zog Bernard Lagat einen eindrucksvollen Spurt an und ohne den Umweg hätte er sicherlich um Gold gekämpft. Doch so blieb ihm immerhin noch Bronze.

„Keiner hat damit gerechnet, dass ich hier heute gewinnen würde, aber ich wusste, dass ich Bernard Lagat schlagen könnte“, sagte Yusuf Saad Kamel, dessen Vater Billy Konchellah 1987 in Rom und 1991 in Tokio Weltmeister war. „Mein Vater hat zwei WM-Goldmedaillen, ich möchte drei gewinnen“, erklärte er.

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