Zu stark für Engländer

Knut Höhler gewinnt auch Tough Guy

Dreimal hat Knut Höhler den Strongman-Run gewonnen. Jetzt siegte er auch beim legendären Tough Guy in England.

Knut Höhler beim Zieleinlauf des Tough Guy

Knut Höhler beim Zieleinlauf des Tough Guy.

Bild: Rob HowardRandR Photos

Knut Höhler hat auch in England seine Ausnahmestellung unter Beweis gestellt. Noch nie hat bisher ein Ausländer den Tough Guy gewinnen können. Am Sonntag siegte der 27-Jährige vom Brooks Running Team beim legendären Tough Guy in einer Zeit von 1:11:34 Stunden mit knapp vier Minuten Vorsprung. Kaputt aber glücklich, so kann man die Gefühlslage von Knut nach seinem Coup beschreiben. Nach seinen drei Erfolgen beim Fisherman´s Friend StrongmanRun, den Erfolgen beim Lakerun am Möhnesee und dem Men´s Health Urbanathon war am Sonntag die Zeit gekommen, um beim Urvater aller Hindernisläufe mitzumachen, dem Tough Guy.

Ein Blick auf die geschundenen Beine von Knut Höhler beim Zieleinlauf.

„Der Tough Guy ist noch mal eine ganz andere Geschichte, das kann man nicht mit dem Strongman vergleichen“, urteilte der Medizinstudent aus Göttingen nach dem Rennen. Drei Grad Außentemperatur, zugefrorene Wasserhindernisse, Stromschläge in dunklen Röhren warteten in diesem Jahr auf die Teilnehmer beim Tough Guy.

Wie schon so oft bei Hindernisläufen waren mal wieder die Nehmerquälitäten des Medizinstudenten gefragt. Beendete er den Strongman vor zwei Jahren mit einem Muskelfaserriss, so wurden auch beim Tough Guy seine Beine sehr stark in Mitleidenschaft gezogen: „Ich musste das Eis erstmal durchbrechen, bevor ich die Wasserhindernisse durchschwimmen konnte, deswegen fingen meine Schienbeine an zu bluten und die Haut wurde ziemlich abgeschürft. Dazu das eiskalte Wasser. Glücklicherweise habe ich das während des Laufs gar nicht so gemerkt. Heftig fand ich auch den ersten Stromschlag, da dachte ich jemand hätte mich mit einem Stein abgeworfen.“

Im Ziel hatte Knut dies aber alles schon wieder vergessen. „ Es hat einfach nur Spaß gemacht, hier mit zu laufen. Gott sei dank konnte ich mich direkt absetzen und hatte kein richtiges Duell mit einem Engländer. Da ich aber immer als Erster ins Wasser musste, konnten die Hinteren von meiner Spur profitieren, deswegen wusste ich nie so recht wie viel Vorsprung ich habe. “ Höhler wird in den nächsten Tagen erst einmal seine Schienbeine pflegen und Pläne machen, wo er noch gewinnen kann.

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