Diamond League-Meeting

Kipruto sensationell, Farah läuft 5.000-m-Europarekord

Brimin Kipruto stürmte über 3.000 m Hindernis zur zweitschnellsten Zeit aller Zeiten. Mo Farah läuft in 12:53,11 Minuten 5.000-m-Europarekord.

Brimin Kipruto

Brimin Kipruto.

Bild: photorun.net

Ein kenianischer Hindernisläufer stellte beim Diamond League-Meeting in Monte Carlo am Freitagabend alle in den Schatten, inklusive Sprintstar Usain Bolt. Während der Jamaikaner die 100 m gewann, stürmte Brimin Kipruto über 3.000 m Hindernis zur zweitschnellsten Zeit aller Zeiten. Um die Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde verpasste der 25-Jährige den Weltrekord. Nach 7:53,64 Minuten war der aktuelle Hindernis-Olympiasieger im Ziel.

Eine hochklassig besetzte kenianische Spitzengruppe hatte die 1.000-m-Marke im Hindernisrennen nach 2:36,55 Minuten passiert. Es war dann vor allen der bisherige Spitzenreiter der Jahresweltbestenliste, Paul Koech, der das Tempo hoch hielt. Ihm folgte neben Kipruto auch der Olympiasieger von 2004, Ezekiel Kemboi. Dieses Trio erreichte Kilometer zwei nach 5:15,28. Eingangs der letzten Runde war Koech geschlagen, 250 Meter vor dem Ziel stürmte dann Kipruto davon und ließ Kemboi keine Chance. Kemboi (7:55,76) und Koech (7:57,32) liefen auf den Rängen zwei und drei ebenfalls Weltklassezeiten und persönliche Rekorde.

„Das Rennen war für alle enorm schnell, trotzdem wusste ich nicht, dass wir auf Weltrekordkurs waren“, sagte Brimin Kipruto. Hätte er es gewusst, wäre die Marke sicherlich gefallen. Trotzdem aber freute sich Kipruto über die Topzeit und kündigte an: „Ich werde nun bei den Weltmeisterschaften in Daegu versuchen, den Weltrekord zu brechen.“ Diese Bestzeit hat in Kenia einen besonderen Stellenwert, denn die Nation dominiert die Hinderniswettbewerbe seit Jahren. Dennoch kommt der Weltrekordler zurzeit aus Katar. Saif Saaeed Shaheen, der 2003 die kenianische Staatsbürgerschaft abgab und nach Katar wechselte, lief 2004 jene 7:53,63 Minuten. Für die Kenianer ist es seitdem eine Frage der Ehre, diesen Rekord zurückzuholen.

Hochklassig war auch das 5.000-m-Rennen der Männer in Monte Carlo. Hier stellte der aus Somalia stammende Brite Mo Farah mit 12:53,11 Minuten einen Europarekord auf und setzte sich an die Spitze der Jahresweltbestenliste. Seine bisherige, ein Jahr alte Bestzeit (12:57,94) steigerte Farah gleich um knapp fünf Sekunden. Erst Anfang Juni hatte der Brite seine enorm starke Form bewiesen, als er auch den 10.000-m-Europarekord an sich riss (26:46,57). In Monte Carlo verwies er den aus Kenia stammenden US-Amerikaner Bernard Lagat auf Rang zwei. Lagat stellte mit 12:53,60 einen Amerikarekord auf. Auch der drittplatzierte Läufer brach einen Rekord: Der erst 17-jährige Isaiah Koech verbesserte seine eigene Welt-Jugendbestzeit auf 12:54,18 Minuten.

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