Crossrennen in Edinburgh

Kiprop und Britton dominieren in Edinburgh

Asbel Kiprop und Fionnuala Britton dominierten beim Great Edinburgh Cross Country-Rennen. Kenenisa Bekele enttäuschte als Elfter.

Asbel Kiprop

Überraschungssieg vom 22-jährigen Mittelstreckler Asbel Kiprop.

Bild: Thomas Wenning

Asbel Kiprop, Kenias 1.500-m-Olympiasieger von Peking 2008, hat beim hochkarätig besetzten Great Edinburgh Cross Country-Rennen die Langstreckenstars überrascht. Der 22-jährige Mittelstreckler gewann bei kühlem, windigem aber sonnigem Wetter auf einem teilweise tief matschigen Boden das 3-km-Rennen. Es war sein erster internationaler Cross-Sieg überhaupt im Männerbereich. In einem Crosslauf mit einigen Überraschungen wurde der Doppel-Olympiasieger Kenenisa Bekele (Äthiopien/5.000 und 10.000 m) schwer geschlagen. Er kam lediglich als Elfter ins Ziel.

In der letzten der drei Runden hatte sich Asbel Kiprop vom britischen Youngster Ross Millington abgesetzt, der zuvor mutig an die Spitze gegangen war und gemeinsam mit dem Kenianer in Führung gelegen hatte. Weder der Edinburgh-Vorjahressieger Eliud Kipchoge noch der 3.000-m-Hindernis-Olympiasieger Brimin Kipruto (beide Kenia) und Kenenisa Bekele spielten in der entscheidenden Phase ein Rolle. Während Asbel Kiprop in 9:20 Minuten ins Ziel stürmte, nachdem er ganz locker die letzte Runde auf dem hügeligen Terrain des Holyrood Parks absolviert hatte, kämpften ein gutes Stück zurück Eliud Kipchoge und der Spanier Juan Carlos Higuero um Platz zwei – das dachten sie zumindest. Doch auf den allerletzten Metern wurden sie noch von einem anderen britischen Youngster überrascht: Nach einem sehr starken Endspurt hatte sich der 19-jährige Jonny Hay den zweiten Rang geschnappt in 9:25. Kipchoge wurde schließlich mit einer Sekunde Rückstand vor dem zeitgleichen Higuero Dritter.

Neben Kenenisa Bekele, der nach 9:42 Minuten im Ziel war, hatte mit Brimin Kipruto auch ein weiterer Olympiasieger einen schwarzen Tag: Der Kenianer lief einen Rang hinter dem Äthiopier zeitgleich als Zwölfter über den Zielstrich. „Als ich nach Edinburgh kam, wusste ich, dass ich nicht in bester Form sein würde. Es war 50:50 ob ich gut laufen würde oder nicht. Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dieser Platzierung – aber was kann ich machen“, erklärte Kenenisa Bekele, der aber hinzufügte: „Bezüglich der Olympischen Spiele in London bleibe ich optimistisch.“

Im Gegensatz zu Superstar Kenenisa Bekele hatte Asbel Kiprop einen perfekten Start in das Olympiajahr. „Ich war durchaus überrascht, dass ich heute Läufer wie Bekele, Kipchoge und Kipruto hinter mir gelassen habe. Ich rechnete immer damit, dass Kenenisa zu mir aufschließen würde, aber ich habe ihn während des ganzen Rennens nicht gesehen“, sagte Asbel Kiprop, der 2007 bei den Crossweltmeisterschaften in Mombasa (Kenia) die Goldmedaille im Juniorenrennen gewonnen hatte. Seitdem jedoch lief er nur sehr sporadisch Crossrennen – die meisten von ihnen in seiner Heimat. „International bin ich seit Mombasa nur zweimal Cross gelaufen. Letztes Jahr war ich dabei in Edinburgh Zweiter und wurde dann im Sommer Weltmeister über 1.500 Meter. Jetzt habe ich hier gewonnen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist bezüglich der Olympischen Spiele im Sommer.“

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