Ostafrikaner obenauf

Kenianer dominieren Wettkämpfe europaweit

Beim Kopenhagen-Halbmarathon 2016 blieben die schnellsten sieben Läufer unter einer Stunde - alle kamen aus Kenia. Auch bei anderen Straßenläufen in Europa dominierten die Ostafrikaner deutlich.

James Wangari

James Wangari, hier bei einem Crossrennen in Kenia, gewann auch seinen zweiten Halbmarathonlauf eindrucksvoll.

Bild: photorun.net

Der Kenianer James Mwangi Wangari hat auf der Halbmarathon-Distanz ein Ausrufezeichen gesetzt. Der erst 22-Jährige gewann den Kopenhagen-Halbmarathon in 59:07 Minuten. Damit liegt er in der Weltjahresbestenliste auf Rang Zwei. Für James Wangari war es erst der zweite Halbmarathonlauf seiner Karriere. Im Frühjahr hatte er bereits den Stramilano in Mailand gewonnen. Dort hatte er mit 59:12 Minuten ebenfalls für Aufsehen gesorgt.

Die Kenianer dominierten den Kopenhagen-Halbmarathon. Die schnellsten sieben Läufer kamen alle aus dem ostafrikanischen Land und erzielten jeweils Zeiten von unter einer Stunde. Zweiter wurde Stephen Kibet mit 59:28 Minuten, Rang drei belegte Albert Kangogo in 59:29 Minuten. Gilbert Masai (59:31), Bedan Karoki (59:36), Abraham Kiptum (59:36) und Edwin Rotich (59:54) belegten die nächsten Ränge.

Auch das Frauenrennen war auf sehr hohem Niveau. Hier gewann die Äthiopierin Hiwot Gebremaryam in 68:00 Minuten vor Eunice Chumba (Bahrain/68:04 Minuten) und Veronicah Wanjiru (Kenia/68:06 Minuten).

Europaweite Straßenwettkämpfe in afrikanischer Hand

Beim Halbmarathon im tschechischen Usti nad Labem setzte sich Barselius Kipyego (Kenia) in starken 59:15 mit über zwei Minuten Vorsprung durch. In guter Form präsentierte sich Halbmarathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir, die beim Frankfurt-Marathon am 30. Oktober 2016 starten wird. Die Kenianerin siegte in flotten 67:24 Minuten vor Lucy Cheruiyot (Kenia/68:17) und Afera Godfay (Äthiopien/68:32).

Rund 45.000 Läufer starteten beim traditionellen 10-Meilen-Rennen „Dam tot Dam“, das von Amsterdam nach Zaandam führt. Die Kenianer Edwin Kiptoo (45:25 Minuten) und Alice Aprot (51:59) waren die Sieger in den Niederlanden über die gut 16 km lange Distanz.