Gondo-Event

Kein Lauf wie jeder andere!

Harte Anstiege, tausende von Höhenmetern und warmes Wetter prägen den Doppelmarathon des Gondo-Events. Unser Leserreporter Sebastian Kurch berichtet.

Gondo-Event 1

Leserreporter Sebastian Kurch.

Bild: Sebastian Kurch

Der Internationale Gondo-Event, der einzige Schweizer Doppelmarathon, fand in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt. Der Lauf wurde im Anschluss an einen gewaltigen Erdrutsch am 14. Oktober 2000, bei dem Teile des Dorfes Gondo verschüttet und 13 Menschen ihr Leben ließen, ins Leben gerufen. Die Trauer war groß und viele dachten sicher daran, das exponiert in einer steilen Schlucht liegende Dorf Gondo für immer zu verlassen.

„Gondo soll wieder leben“ riefen sich ein paar Mutige zu und starteten mit der Planung für einen Laufevent, mit welchem der Opfer gedacht und wieder Freude in das Bergdorf gebracht werden sollte. Mittlerweile wird der Gondo-Event immer populärer und zog in diesem Jahr bereits 210 Läufer sowie 11 Staffeln in den Bann. Gewählt werden kann zwischen dem Doppelmarathon über insgesamt 85 km, zwei Einzelläufen über jeweils 28 km, einem Staffellauf, bei dem sich die Staffelläufer die beiden Marathontage aufteilen, und einem Kidslauf.

Die Strecke der Hauptdistanz verläuft am ersten Tag vom Dorf Gondo (auf 855 Metern) an der italienischen Grenze im Schweizer Wallis hinauf, am Simplonpass vorbei, über den fast 2.500 Meter hoch gelegenen Bistinenpass und anschließend steil bergab durch das Nanxtal und die Saltinaschlucht zu einem letzten steilen Anstieg nach Ried-Brig. Brig bietet sich für viele Teilnehmer aus Deutschland als Übernachtungsmöglichkeit an, da eine Direktverbindung nach Basel (2 Stunden Zugfahrt) besteht und Brig sehr gut als Ausgangsort für weitere Unternehmungen im Rahmen eines Kurzurlaubes genutzt werden kann (Aletschgletscher, Zermatt, Matterhorn).

Atemberaubender Ausblick beim Gondo-Event.

Bild: Sebastian Kurch

Insgesamt sind am ersten Wettkampftag bereits über 2.650 positive Höhenmeter zu bewältigen bei denen man sich darauf einstellen muss, steile Berge empor zu steigen, kühle Bergflüsse zu durchwaten und sich den Atem vom wunderschönen Panorama verschlagen zu lassen.

Am zweiten Tag startet man in Ried-Brig und kämpft sich über drei Gipfel (insgesamt 2.820 positive Höhenmeter) im Laufe des Marathontages empor. Diesmal überquert man den Simplonpass direkt und klettert 9 km vor dem Ziel den steilsten Anstieg der Veranstaltung hinauf bis man endlich hinab in das Dorf Gondo laufen kann, um glücklich mit den Dorfbewohnern eine schöne Abschlussfeier zu zelebrieren. Der zweite Tag ist etwas anspruchsvoller als der erste Tag. So benötigen die Läufer für den zweiten Tag im Schnitt ca. 30 Minuten mehr für den Marathon.

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