Halbmarathon aktuell

Keflezighi siegt in San Jose, Doppelsieg für Kenia in Lissabon

Klassezeiten gab es bei den Halbmarathons in San Jose und Lissabon.

Rock ’n’ Roll-Halbmarathon in San Jose

Meb Keflezighi gewann in San Jose.

Bild: photorun.net

Beim Rock ’n’ Roll-Halbmarathon in San Jose gab es für Meb Keflezighi eine gelungene Generalprobe für seinen Start beim New York-Marathon am 1. November. Der 35-jährige US-Amerikaner, der 2004 in Athen sensationell eine olympische Silbermedaille im Marathon gewonnen hatte, gewann mit einer persönlichen Bestzeit von 61:00 Minuten deutlich vor Bolota Asmerom (Eritrea/63:06). Damit verbesserte er seinen Hausrekord um 25 Sekunden. Zudem brach er "im Vorbeilaufen" den 20-km-US-Rekord mit einer Zeit von 57:52. Damit war er zwei Sekunden schneller als Ryan Hall 2006. Schnellste Frau war die Äthiopierin Belainesh Gebre, die in 71:24 Minuten vor Magdalena Lewy-Boulet (USA/71:46) gewann.

Einen Doppelsieg für Kenia gab es am Sonntag beim Portugal-Halbmarathon. In der Hauptstadt Lissabon setzten sich Silas Sang in 60:20 und seine Landsfrau Helena Kirop in 70:26 Minuten durch.

Bei den Männern trafen in Lissabon die Sieger der vergangenen beiden Jahre aufeinander: Silas Sang ging als Titelverteidiger an den Start, Emmanuel Mutai (Kenia) hatte 2007 gewonnen. Beide lieferten sich ein packendes Duell, nachdem sie sechs Kilometer vor dem Ziel Nicholas Kiprono (Uganda) hinter sich gelassen hatten. Dabei blieb das Tempo hoch, so dass der Streckenrekord fiel. Der 31-jährige Silas Sang hatte sich auf dem letzten Kilometer etwas abgesetzt und gewann dann mit 19 Sekunden Vorsprung vor Emmanuel Mutai, der sechs Wochen zuvor in Berlin Vize-Weltmeister im Marathon geworden war. Rang drei belegte Nicholas Kiprono mit 61:01. Als Vierter blieb auch Dickson Marwa (Tansania) noch klar unter der 62-Minuten-Marke (61:18).

Beim Frauenrennen sah es lange nach einem kenianischen Dreifach-Erfolg aus, denn an der Spitze bestimmten Helena Kirop, Florence Chepsoi und Magdaline Chemjor das Geschehen. Die 33-jährige Kirop war die einzige, die das Tempo bis ins Ziel halten konnte. Während ihre beiden Landsfrauen zu schnell angelaufen waren und zurück fielen, erreichte sie das Ziel in 70:26 Minuten. Kirop ist eine erfahrene Marathonläuferin, die im vergangenen Jahr in Berlin in 2:25:01 Stunden Rang drei belegt hatte. Auf Rang zwei schob sich in Lissabon Dulce Felix (Portugal) in 70:44 Minuten, Dritte wurde deren Landsfrau Marisa Barros mit 71:07. Als Vierte erreichte Magdaline Chemjor (71:55) mit deutlichem Abstand das Ziel. Rund 15.000 Läufer gingen bei der 10. Auflage des Rennens an den Start.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net