Tergats Zukunftsvision

Karrierefortsetzung und Marathonsieg

Kenias Topläufer Paul Tergat will noch weiter laufen und einen großen Marathon gewinnen.

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Paul Tergat startete am vergangenen Sonntag beim Kinderlauf des Big 25 Berlin.

Bild: photorun.net

Paul Tergat will seine Karriere noch ein bis zwei Jahre lang fortsetzen, möchte in dieser Zeit einen großen Marathon gewinnen und dabei eine sehr schnelle Zeit laufen. Dies erklärte der kenianische Ausnahmeathlet im Rahmen der Big 25 Berlin am vergangenen Wochenende. Eigentlich wollte der 39-Jährige am Sonntag bei dem 25-km-Rennen starten, doch ein Sturz im Training und ein daraus resultierendes Rückenproblem verhinderte dies. Es wäre sein erster Start in Deutschland seit seinem Berlin-Marathon-Triumph 2003 gewesen. Damals war Paul Tergat als erster Läufer den Marathon in einer Zeit von unter 2:05 Stunden gerannt (2:04:55).

„Dieser Weltrekord beim Berlin-Marathon 2003 war die Krönung meiner Karriere“, sagte Paul Tergat bei seiner Rückkehr in die deutsche Hauptstadt. „Nach Berlin zurückzukommen, war eine tolle Sache für mich. Ich fühle mich hier ein bisschen wie zu Hause, denn ich habe in der Stadt gute Freunde.“

Seinem Landsmann Matthew Koech, der kurzfristig als Ersatzmann nach Berlin gekommen war und das 25-km-Rennen in hochklassigen 1:13:24 Stunden gewann, attestierte Paul Tergat eine sehr starke Leistung. Auf die Frage, welche Zeit für ihn selbst über 25 km möglich gewesen wäre, antwortete der fünffache Cross-Weltmeister: „Ein Ergebnis von unter 1:14 Stunden wäre kein Problem gewesen. Ich war in wirklich guter Form und sehr motiviert, denn ich wollte eine starke persönliche Bestzeit aufstellen über eine Strecke, die ich als Renndistanz noch nie gelaufen bin“, sagte Paul Tergat, dessen schnellste 25-km-Zeit die Durchgangszeit beim Berlin-Marathon 2003 war (1:14:42 Stunden).

Doch das Ziel einer 25-km-Bestzeit will Paul Tergat noch nicht aufgeben. „Im nächsten Jahr möchte ich zu den Big 25 zurückkommen“, erklärt der Kenianer aus Ngong. Doch vielleicht kehrt er schon im Herbst für einen Marathonstart nach Deutschland zurück. „Deutsche Rennen sind immer sehr gut organisiert“, schätzt Paul Tergat die Veranstalter. Berlin am 20. September oder Frankfurt am 25. Oktober könnten für Kenias Lauf-Superstar interessant sein. „Ich möchte im Marathon noch einmal sehr schnell rennen und zugleich ein großes Rennen gewinnen. Ich denke dabei an einen großen Marathon, aber eher kein World Marathon Majors-Rennen.“ Im März hatte Paul Tergat den Lake Biwa-Marathon in Japan in 2:10:22 Stunden gewonnen. Auf die Frage, ob der Marathon-Masters-Weltrekord von Andres Espinosa (Mexiko/2:08:46) ein Ziel sein könnte und was er sich noch zutraut, antwortete Paul Tergat: „Der Master-Weltrekord ist keine allzu große Herausforderung für mich, aber ich will jetzt nicht sagen, was vielleicht noch möglich sein könnte.“


Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net