Leichtathletik-WM

Kann Farah auch Bekele schlagen?

In Teil 3 der Vorschau auf die Lauf-Entscheidungen bei den Weltmeisterschaften in Daegu durchleuchten wir die Langstrecken der Männer.

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Mo Farah, der Doppel-Europameister von Barcelona 2010 zieht ebenfalls bei der WM einen Doppelstart in Erwägung.

Bild: photorun

Kenenisa Bekele will am Sonntag über 10.000 m bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea) antreten. Viermal in Folge hat der Äthiopier diesen Titel bei den globalen Titelkämpfen gewonnen. Doch es ist gut eineinhalb Jahre her, dass er zuletzt ein Rennen bestritt. Während hinter der Form von Kenenisa Bekele ein Fragezeichen steht, ist es sogar möglich, dass erstmals seit der WM 1983 (Alberto Cova/Italien) ein Europäer den 10.000-m-Titel gewinnt. Denn der Brite Mo Farah, der ursprünglich aus Somalia stammt, führt die Jahresweltbestenliste mit 26:46,57 Minuten an. Der Doppel-Europameister von Barcelona 2010 (5.000 und 10.000 m) hat sich in diesem Jahr deutlich verbessert.

Doch auch der in dieser Saison bisher schnellste Äthiopier, Imane Merga (26:48,35), und Peter Kirui, der überraschend das kenianische WM-Ausscheidungsrennen gewann, können sich Hoffnungen machen. Nach einer Verletzung rechtzeitig wieder fit ist auch Zersenay Tadese (Eritrea), der vor zwei Jahren bei der WM in Berlin Zweiter war.

Was über 5.000 m passiert – das Finale findet eine Woche später am Schlusstag der Titelkämpfe statt – hängt auch von den Ergebnissen über 10.000 m ab. Sowohl Kenenisa Bekele als auch Mo Farah ziehen Doppelstarts in Erwägung. Der Brite führt mit 12:53,11 Minuten auch die Jahresweltbestenliste über die 5.000 m an. Auch Imane Merga könnte ein zweites Mal an den Start gehen. Dagegen fehlt der Name des äthiopischen Shooting-Stars der vergangenen Hallensaison, Yenew Alamirew, in der WM-Meldeliste. Das ist bei den Kenianern anders: Hier war Isiah Koech der Newcomer des Winters, der einen inoffiziellen Junioren-Weltrekord in der Halle über 5.000 m aufgestellt hatte. Der erst 17-Jährige könnte auch in Daegu eine Rolle spielen. Ebenso wie sein erfahrener Landsmann Eliud Kipchoge, der bereits vor acht Jahren den 5.000-m-WM-Titel gewonnen hatte.

Kein deutscher Langstreckenläufer schaffte die Qualifikation über 5.000 oder 10.000 m für die WM.

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