Cross-WM

Japan für alle Rennen der Cross-WM gemeldet

Trotz der aktuellen Tragödie startet Japan bei der Cross-WM in Punta Umbria (Spanien). Die Kenianer sind favorisiert.

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Die Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien sind einmal mehr favorisiert bei der Cross-WM.

Bild: photorun.net

Kenias Läufer reisen als Favoriten zu den Crosslauf-Weltmeisterschaften ins spanische Punta Umbria – und das, obwohl keiner ihrer vier Titelverteidiger am 20.03.2011 an den Start gehen wird. 2010 hatten die Kenianer zum ersten Mal in der Geschichte der Crosslauf-Weltmeisterschaften alle acht Goldmedaillen gewonnen (vier Einzel- und vier Team-Wettbewerbe). Nun wird es in den Einzelrennen andere Titelträger geben, denn weder Joseph Ebuya und Emily Chebet noch die inzwischen allerdings bei den Männern beziehungsweise Frauen startenden Junioren-Sieger von 2010, Caleb Ndiku und Mercy Cherono, schafften die Qualifikation bei den kenianischen Ausscheidungen. Bemerkenswert ist, dass Japan trotz der Tragödie für alle vier Wettbewerben – Männer, Frauen und Junioren – mit kompletten Teams gemeldet ist.

2009 fehlten zuletzt beide Titelverteidiger bei einer Cross-WM. Allerdings verzichteten damals die Äthiopier Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba auf eine mögliche Nominierung. Vor zwei Jahren war auch zuletzt ein deutscher Läufer im Männerrennen der Cross-WM dabei: Sebastian Hallmann (LG Stadtwerke München) belegte damals Rang 104. Seine Nominierung dürfte damals allerdings zu einem nicht unerheblichen Anteil sportpolitische Hintergründe gehabt haben. Denn im Jahr der WM in Berlin sollte offenbar zumindest ein deutscher Athlet bei den globalen Cross-Titelkämpfen starten. Am 20.03.2011 wird nun Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) im 12-km-Männerrennen laufen. Obwohl die Strecke für den 3.000-m-Hindernisläufer sehr lang ist, ist ihm eine deutlich bessere Platzierung zuzutrauen als Sebastian Hallmann vor zwei Jahren in Amman. Steffen Uliczka hatte sich mit einem guten zwölften Platz bei den Cross-Europameisterschaften im vergangenen Dezember für diese WM qualifiziert.

Vorne allerdings werden die Afrikaner einmal mehr das Rennen bestimmen. Etwas überraschend war es ein Marathonläufer, der in Nairobi das kenianische Ausscheidungsrennen für Punta Umbria gewann: Geoffrey Mutai – im vergangenen Jahr jeweils Zweiter beim Rotterdam- und beim Berlin-Marathon und mit 2:04:55 Stunden der fünftschnellste Läufer aller Zeiten – siegte vor Mathew Kisorio und Vincent Kiprop. Wer in Kenia die Qualifikation geschafft hat, wird auch bei der WM weit vorne dabei sein.

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