Go and Run Bellinzona

Italiener siegen am Fuße des Weltkulturerbes

Rund 350 Läufer gingen im schweizerischen Bellinzona an den Start. An der Spitze entwickelte sich auf den drei Altstadt-Runden ein spannendes, international geprägtes Rennen.

Go and Run Bellinzona 2017 - Die Bilder
26082017 Go and Run Bellinzona 2017 (1)

Die italienischen Sieger Iozzia und Caldiroli freute sich gemeinsam mit den Deutschen Wangler und Müller über einen schönen Lauf am Fuße dreier Burgen.

Bild: RUNNER'S WORLD

Nachdem es tagsüber über 30 Grad warm gewesen war, gingen um 19:45 Uhr bei 26 Grad im Herzen der Altstadt Bellinzonas, der Hauptstadt des Schweizer Kantons Tessin, knapp 300 Läufer beim 8,1 Kilometer langen Hauptlauf von Go and Run Bellinzona an den Start. Während bei den Damen die Italienerin Ivana Iozzia deutlich gewann, setzte sich im Herrenfeld Routinier Fabio Caldiroli nur knapp durch.

Die schönsten Fotos von Go and Run Bellinzona finden Sie in der Bildergalerie unter und über diesem Artikel.

Bereits am 18:35 Uhr wurden auf der Piazza del Sole im Abstand von zehn bis 15 Minuten mehrere Kinder- und Jugendläufe gestartet. Neben dem 100-Meter-Lauf der jüngsten Teilnehmer fand so unter anderem auch ein 2,4-Kilometer-Lauf der Jahrgänge 2002 bis 2005 statt, bei dem sehr beachtliche Leistungen zu sehen waren. Pünktlich zum Start des 8,1 Kilometer langen Hauptlaufs hatten sich auch die letzten Zuschauer an der Strecke eingefunden, sodass die Stimmung entlang der 2,7-Kilometer-Runde die Läufer zusätzlich tragen sollte. Der Lauf startete und die Favoriten aus der Schweiz und Italien, die in den Vorjahren bereits mehrfach auf die ersten drei Plätze gekommen waren, führten das Feld an in Richtung des Piazza Nosetto und weiter in südliche Richtung, wo die Stadt kurz verlassen wurde um zwei Anstiege zu bewältigen. Vom südlichsten Punkt der Strecke in der Via San Biagio machten sich die Teilnehmer auf den Weg zurück zur Piazza del Sole, wo sie im Start-Ziel-Bereich bereits zum ersten Mal erwartet wurden.

Enges Herrenrennen und Iozzias großer Vorsprung

Angeführt vom späteren Fünftplatzierten Marco Oberti sowie dem späteren Zweiten Enrico Cavadini passierte eine sechsköpfige Spitzengruppe noch knapp unter 9:30 Minuten zum ersten Mal den Zielbogen. Nur wenige Meter dahinter tauchte bereits Vorjahressiegerin Ivana Iozzia auf, die erst am Vortag aus dem Trainingslager in St. Moritz in ihre italienische Heimat unweit von Mailand zurückgekehrt war. Da sie zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von etwas mehr als 50 Sekunden hatte, war ihr der Sieg kaum noch zu nehmen. Statt sich mit den weiteren Läuferinnen zu messen, mischte sie die erweitere Spitze der Herren auf. Bei den Herren zeigte sich auf der zweiten Runde erstmals der 48-jährige Fabio Caldiroli (ASD Corradini Excelsior Rubier), der im Vorjahr gewonnen hatte, an der Spitze des Feldes. Mit der schnellsten Runde des Tages (9:11 Minuten) sicherte sich dieser auf der letzten Runde erneut den Sieg. Enrico Cavadini (Runner’s Club Bellinzona) folgte ihm mit sieben Sekunden Rückstand in 28:01 Minuten. Auf dem dritten Platz folgte der 23-jährige Deutsche Jonas Müller (Roadrunners Südbaden), der mit einer ähnlich schnellen Schlussrunde wie Caldiroli den Wettstreit um Platz drei nach 28:09 Minuten für sich entschied.

Große Teile der Strecke führten über Kopfsteinpflaster.

Bild: RUNNER'S WORLD

Iozzia siegt vor Wangler

Wie erwartet setzte sich im Damenfeld Ivana Iozzia (Corradini Rubiera RE106) in 28:29 Minuten durch und blieb somit exakt 30 Sekunden unter ihrer letztjährigen Siegzeit. Eine fulminante Schlussrunde legte derweil Natalie Wangler von den Roadrunners Südbaden hin, die sich so noch auf Platz zwei nach vorne schob. Die Studentin finishte nach 31:52 Minuten als zweite Frau und verwies Caterina Turrini bei ihrem Heimlauf so auf den dritten Platz.

Bereit für das Jubiläum

Bei der Siegerehrung freute sich das Organisationsteam am späten Abend in der am Fuße der drei Burgen Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro gelegenen Altstadt über den nahezu perfekten Verlauf des 19. Go and Run Bellinzona sowie den internationalen Zuspruch, was auch an dem jeweils aus Läufer dreier Nationen bestehenden Siegerpodest zu sehen war. Für die nächstjährige Jubiläumsausgabe sei man mit dem etablierten Konzept gut vorbereitet.

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