Aktuelles Interview

Irina Mikitenko startet beim Tokio-Marathon

Irina Mikitenko wird am 24. Februar 2013 beim Tokio-Marathon an den Start gehen. Die 40-Jährige trifft auf starke Konkurrenz.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko beim Marathon in Chicago 2009.

Bild: photorun.net

Irina Mikitenko (Eintracht Frankfurt) startet am kommenden Sonntag beim Tokio-Marathon. Die 40-Jährige trifft bei dem erstmals zu den World Marathon Majors (WMM) zählenden Rennen auf starke Konkurrenz aus Äthiopien, Kenia und Japan. Interessant wird, ob Irina Mikitenko in Tokio den Masters-Weltrekord (ab 40 Jahre) brechen kann. Diese Zeit von 2:25:43 Stunden lief die Russin Lyudmila Petrova 2008 in New York. Vor ihrem Start gab Irina Mikitenko das folgende Interview:

Warum haben Sie sich in diesem Jahr für Tokio und gegen London entschieden?

Irina Mikitenko: Es war schon immer mein Traum, einmal in Japan bei einem bedeutenden Marathon zu starten. Ich hatte dabei auch schon länger vor, in Tokio zu laufen. Jetzt gehört das Rennen zudem zu den World Marathon Majors – das war ein Grund mehr, dort zu starten. Ich denke, die Stimmung an der Strecke wird ganz besonders gut sein. Denn Japan ist ein Marathon-Land. Ich will sehen, wie es ist, dort zu laufen und die Begeisterung erleben. Aber ich werde London auch ein bisschen vermissen.

Sind Sie schon einmal in Japan gestartet?

Irina Mikitenko: Ja, einmal – ich bin vor 20 Jahren beim Ekiden in Chiba gelaufen. Damals startete ich noch für Kasachstan.

Mit welchen Zielen gehen Sie an den Start?

Irina Mikitenko: Ich bin zunächst einmal gespannt auf die Strecke. Ich habe zwar Höhenprofile gesehen, aber man weiß deswegen trotzdem nicht genau, wie die Strecke wirklich aussieht. Das Feld ist stark, es sind gute Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien im Rennen. Für mich gilt es jetzt in erster Linie fit und gesund zu bleiben bis zum Start. Ich habe in Spanien gut trainieren können, jedoch war die Umstellung zum kalten Wetter in Deutschland nicht ganz einfach. Aber diese Akklimatisierung war wichtig, und wir sind ganz bewusst schon zwei Wochen vor dem Tokio-Marathon aus Spanien nach Deutschland zurückgekehrt. Denn in Japan wird es auch kalt sein. Ich bin hier jetzt sehr vorsichtig und gehe nicht einmal zum Bäcker, um Brötchen zu kaufen. Denn ich will verhindern, dass ich mich irgendwo anstecke.

Der Masters-Weltrekord steht bei 2:25:43 Stunden – ist das ein Ziel in Tokio?

Irina Mikitenko: Diese Zeit ist machbar für mich – ich weiß aber nicht, ob das in Tokio klappt. Ich frage mich, warum der dortige Kursrekord bisher nur bei 2:25:28 Stunden steht. Vielleicht ist es nicht so einfach, dort schnell zu laufen. Wenn es mit dem Masters-Weltrekord in Tokio nicht klappt, dann werde ich im Herbst einen neuen Anlauf nehmen.

Haben Sie mit nunmehr 40 Jahren einen bestimmten Zeitpunkt für Ihr Karriereende vor Augen?

Irina Mikitenko: Nein, ich denke gar nicht daran, dass ich 40 bin. Die Knochen halten und alles läuft gut zurzeit. Wenn die Zahl 40 der einzige Grund sein soll, die Karriere bald zu beenden, dann werde ich weiter rennen. Wenn der Kopf allerdings sagt „nein, es reicht“ oder wenn ich keine Leistung mehr bringe, dann ist Schluss.