Berliner Citynacht

Irina Mikitenko läuft Streckenrekord

Mit neuer deutscher Jahresbestzeit gewann Irina Mikitenko die Berliner Ciytnacht.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko

Mit einem Streckenrekord sorgte Irina Mikitenko bei der Berliner City-Nacht für das Glanzlicht des Abends und bewies dabei in einer Zeit starke Form, in der das Training für ihr Marathondebüt im Herbst im Vordergrund steht. Die 34-jährige Läuferin des TV Wattenscheid gewann das 10-km-Rennen in 32:11 Minuten und stellte dabei zugleich eine deutsche Jahresbestzeit auf. Den sieben Jahre alten Streckenrekord von Claudia Dreher verbesserte Irina Mikitenko vor zehntausenden Zuschauern auf dem Kurfürstendamm um 28 Sekunden.

In der zweiten 5-km-Schleife löste sich Irina Mikitenko von Melanie Kraus (Bayer Leverkusen), die als Zweite nach flotten 32:46 im Ziel war. Dritte wurde Susanne Hahn (SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken) in 33:05. „Mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden, wobei ich an den Streckenrekord überhaupt nicht gedacht hatte – ich wusste nicht einmal, wo der stand. Ich wollte einfach nur gut rennen. Es war ein guter Test“, erklärte Irina Mikitenko, die nun zunächst ein weiteres, dreieinhalbwöchiges Höhentrainingslager in St. Moritz absolvieren wird und dann am 2. September bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften starten will. Danach ist ein weiteres Höhentraining geplant. Irina Mikitenko will auf jeden Fall bei einem deutschen Marathon ihr Debüt rennen – gut möglich, dass dies am 30. September in Berlin sein wird. Eine Entscheidung soll in Kürze fallen. Auf die zunächst geplante WM-Qualifikation über 10.000 Meter hatte Irina Mikitenko verzichtet.

„Es war für mich am Anfang nicht einfach, beim Marathontraining das richtige Tempo zu finden, denn früher bin ich immer viel schneller gelaufen. Jetzt musste ich lernen, im Training auch einmal langsamer zu rennen“, erzählt Irina Mikitenko, die ihr wöchentliches Trainingspensum in der Höhe bereits auf bis zu 190 Kilometer hoch geschraubt hat.

Bei den Männern gab es über 10 km in Berlin einen Überraschungssieger: Embaye Hedrit, der das Rennen bereits vor zwei Jahren gewinnen konnte, meldete sich nach längerer Pause aufgrund einer Schienbeinverletzung erfolgreich zurück. Er siegte in 29:40 Minuten vor den höher eingeschätzten Alexander Lubina (29:46) und Stefan Koch (29:56/beide TV Wattenscheid). „Das war eine Überraschung für mich. Ich habe mich gewundert, dass die anderen plötzlich nicht mehr mithalten konnten“, erklärte Embaye Hedrit, der sich nach 7 km von den Konkurrenten löste. Vierter wurde Carsten Eich (Düsseldorf Marathon e.V.), der dieses Rennen bereits viermal gewinnen konnte und zudem den Streckenrekord hält (28:38). In Vorbereitung auf seinen Start beim Berlin-Marathon lief Falk Cierpinski (SG Spergau), der Sohn des zweifachen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, aus dem Training heraus auf Rang acht in 31:03. Am 30. September wird eine Zeit um 2:15 Stunden sein Ziel sein. Insgesamt 8328 Teilnehmer gingen in Berlin an den Start.