Kontroverse Regel

iPod-Verbot beim London Marathon?

Nach der englischen Tageszeitung Observer werden iPods und Kopfhörer beim London-Marathon eventuell verboten.

London Marathon

Start zum London Marathon.

Zwei Wochen vor dem London-Marathon wird das Verbot der populären iPods und MP3-Player kontrovers diskutiert. Doch eine ähnliche Regel wurde aus Sicherheitsgründen bereits auch schon in Amerika eingeführt, da Läufer durch das Musikhören zu sehr abgelenkt und somit für die Mitläufer ein Sicherheitsrisiko darstellen würden.

Die “Road Running Commission” des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) wird sich des Themas auf ihrem Treffen in Rio de Janeiro/Brasilien im September annehmen. David Bedford, Race Director des London-Marathons und Mitglied der Kommission, sagte: "Diese Regel wird in Großbritannien längerfristig nicht durchsetzbar sein bzw. bleiben."

Der amerikanische Leichtathletikverband USA Track & Field erließ das Verbot aus Versicherungsgründen: die Versicherungsgebühren der Veranstalter wären signifikant höhere, wenn iPods und andere tragbare MP3-Player mit Kopfhörern erlaubt würden. Es ist jetzt Sache der amerikanischen Renndirektoren, das Verbot durchzusetzen.

Jill Geer, Sprecher von USA Track & Field, sagt: "Hören können ist beim Laufen wesentlich. Wenn bei Versorgungsstellen jemand ausschert und in den toten Winkel eines anderen Sportlers läuft, kann er ihn dadurch behindern."

Sie fügt hinzu: "Einige Läufer sind wütend und wir verstehen und respektieren die Tausenden, die gerne Musik hören. Aber es ist unsere Pflicht, die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten."