Teilnehmerrekord

Inferno auf dem Schilthorn

1100 Athleten nahmen am Halbmarathon, dem Triathlon und dem eigens zum Jubiläum organisierten Nachtlauf teil.

Die aufgestellten Scheinwerfer sorgten für den nötigen Durchblick.

Schon seit zehn Jahren werden am Schilthorn ein Halbmarathon und ein Triathlon veranstaltet. Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, wurde für dieses Jahr zum ersten Mal ein sieben Kilometer langer Nachtlauf ins Programm aufgenommen.

Dafür wurde die sieben Kilometer lange Laufstrecke von Mürren auf das Schilthorn nach Sonnenuntergang beleuchtet. Die Premiere in der Nacht, bei der 1320 Höhenmeter zu überwinden waren, stellte das Highlight der Veranstaltung dar. Fast 300 Läuferinnen und Läufer gingen bei diesem einmaligen Erlebnis an den Start - darunter auch vier Sportler, die vorher bereits den Inferno Triathlon absolviert hatten, und mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der anderen Wettkämpfe. Drei Stunden blieben die Scheinwerfer angestellt und damit den Läuferinnen und Läufer Zeit, um den Schilthorngipfel in 2970 m Höhe zu erreichen.

Über fünfhundert Bergläuferinnen und Bergläufer starteten zum Inferno Halbmarathon 2007 vom 795 m hoch gelegenem Lauterbrunnen zum Schilthorn. Der Sieger Markus Jenne (2:02:50) stand bereits letztes Jahr zuoberst auf dem Podest. Bei optimalen Wetterbedingungen gelang dem deutschen Berglaufvizemeister aus dem Jahr 2005 einmal mehr ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. Der Freiburger ging das Rennen von Anfang an mit sehr hohem Tempo an, was er später in den steilen Passagen „büßte“. Dennoch erreichte er das Ziel mit rund drei Minuten Vorsprung auf den Zweitplazierten Lokalmatador Lorenz Brunner (2:05:50) aus Unterseen. Auf den dritten Rang lief der deutsche Michael Barz (2:06:00).

Im Feld der Frauen schwang die Emmentalerin Daniela Wyss (2:28:15) obenauf. Obwohl es auf den letzten Kilometern nur noch „sehr harzig“ lief, konnte sie rund zwei Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte Corinne Zeller (2:29:42) ins Ziel retten. Als dritte Frau erreichte Ruth Gavin-Schneider (2:31:20) aus Sarzens das Ziel auf dem Schilthorn.

Ganz schön steil: 1320 Höhenmeter standen vor den Läufern.

Keinen Strich durch die Rechnung machte den Organisatoren einmal mehr das Wetter. Entsprechend zufrieden über den Rennverlauf äußerte sich auch OK-Präsident Heinz Zurbrügg am frühen Abend: „Die Veranstaltungen gingen bis jetzt ohne schwere Unfälle und nennenswerte Probleme über die Bühne, das ist für uns das Wichtigste.“ Er sei vom beispiellosen Einsatz der über 900 Helfer und vom sensationellen Publikum begeistert.

Viele Aktive und Zuschauer haben sich bereits jetzt den 23. August 2008 in ihrem Kalender rot angestrichen. Denn dann heißt es wieder: „Inferno go!“

Wegen des steilen Anstiegs machten viele aus dem Lauf eine nächtliche Wanderung.