Wieder zwei Streckenrekorde

Houston-Marathon jetzt schneller als New York

30.000 liefen beim 38. Houston-Marathon, der Äthiopier Gelana gewann das Rennen in 2:07:37 Stunden.

Houston-Marathon

Teshome Gelana sorgte dafür, dass Houstons Kursrekord seit Sonntag schneller ist als der des New York-Marathons.

Bild: photorun.net

Der Houston-Marathon hat seine starke Entwicklung fortgesetzt und sowohl bei den Männern als auch den Frauen erneut Streckenrekorde produziert. Dabei waren zwei Äthiopier am Ende ganz vorne: Teshome Gelana gewann das Männerrennen in 2:07:37 Stunden und seine Landsfrau Teyba Erkesso wiederholte ihren Vorjahreserfolg in 2:23:53 Stunden. Bei den Männern ist Houston damit aufgestiegen zum drittschnellsten US-Marathon hinter Chicago und Boston. New York ist seit Sonntag auf Rang vier abgerutscht. Rennen über kürzere Distanzen mit eingerechnet, ging die Rekordzahl von über 30.000 Läufern bei der 38. Auflage des Houston-Marathons an den Start.

Der 25-jährige Teshome Gelana löste sich sieben Kilometer vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe und feierte im Ziel beim größten Sieg seiner Karriere zugleich eine deutliche Steigerung seiner persönlichen Bestzeit. Nie zuvor war der Äthiopier zuvor unter 2:10 geblieben. Der persönliche Rekord von Gelana aus dem Jahr 2008 stand bei 2:11:50 Stunden, die er damals mit Platz acht in Reims (Frankreich) erreicht hatte. Im vergangenen September gewann er den Warschau-Marathon in 2:12:03. In Houston blieb der Äthiopier nun 15 Sekunden unter dem Kursrekord, den sein Landsmann Deriba Merga vor einem Jahr aufgestellt hatte. „Ich hatte nicht erwartet, dass ich so schnell laufen würde. Ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch weitere große Rennen laufen werde. 2:05 Stunden traue ich mir zu“, erklärte Teshome Gelana, der in Houston vor seinem Landsmann Zembaba Yigeze (2:08:27) und dem Kenianer Jason Mbote (2:08:58) im Ziel war.

Noch einen deutlich größeren Vorsprung hatte Teyba Erkesso, die wie vor einem Jahr den Houston-Marathon dominierte. Dabei war die 27-Jährige am Ende 25 Sekunden schneller als bei ihrem Kursrekord 2009. Mit 2:23:53 Stunden stellte sie auch eine persönliche Bestzeit auf und setzte ebenso wie Teshome Gelana ein erstes Maß in der noch ganz jungen Jahresweltbestenliste 2010. Fast fünf Minuten Rückstand hatte in Houston die zweitplatzierte Russin Margarita Plaksina (2:28:44), Rang drei belegte Alemitu Abera (Äthiopien) in 2:31:01.

Beim parallel ausgetragenen Halbmarathon, in den die US-Meisterschaften integriert waren, gab es amerikanische Sieger: Antonio Vega gewann in 61:54, während Shalane Flanagan ein eindrucksvolles Debüt über die 21,0975-km-Distanz hinlegte. Die 28-Jährige, die bei Olympia in Peking 2008 überraschend Bronze über 10.000 m gewonnen hatte, siegte in Houston in 69:41 Minuten und verbesserte damit den Kursrekord erstmals auf eine Zeit von unter 1:10 Stunden. „Das war ein gutes, kontrolliertes Rennen an einem Tag, der ideal war für einen solchen Lauf“, sagte Shalane Flanagan.

Deena Kastor in Phoenix vorne
Nur zwei Sekunden langsamer als Shalane Flanagan war eine andere erfolgreiche US-Läuferin am Sonntag: Deena Kastor gewann den Rock ’n’ Roll-Halbmarathon in Phoenix (Arizona) in 69:43 Minuten. „Dieses Rennen bestätigt mir, dass mein Training bisher gut gelaufen ist“, sagte die Marathon-Olympiadritte von Athen 2004, die im April beim London-Marathon starten will. „Heute habe ich mich das erste Mal seit mehreren Jahren wieder so wie früher beim Laufen gefühlt“, erklärte Deena Kastor, die 2008 beim Olympia-Marathon in Peking einen Ermüdungsbruch im Fuß erlitten hatte. Das Männerrennen in Phoenix gewann überraschend der Kanadier Simon Bairu, der in 62:47 Minuten vor dem favorisierten Ryan Hall (USA/64:08) im Ziel war. Bei dem parallel veranstalteten Marathon gab es äthiopische Sieger: Terefe Yae lief 2:12:41 Stunden, Teyba Maser war nach 2:30:39 im Ziel.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net