Hallen-WM 2014

Homiyu Tesfaye ist eine Medaillenhoffnung

Am 7. März 2014 beginnen die Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften in der polnischen Ostseestadt Sopot. Deutschlands größte Medaillenhoffnung ist Homiyu Tesfaye, Fünfter bei der WM 2013 in Moskau.

Tesfaye

Homiyu Tesfaye hat gezeigt, dass er auch mit den Kenianern - hier Silas Kiplagat (rechts) - mithalten kann.

Bild: photorun.net

Genzebe Dibaba steht nach ihrer Weltrekordserie im Februar auch bei den Hallen-Weltmeisterschaften im Blickpunkt. Die Äthiopierin wird bei den Titelkämpfen, die vom 7. bis 9. März 2014 im polnischen Sopot an der Osteeküste stattfinden, als große Favoritin über 3.000 m starten. Deutlich offener sind zumindest zwei der drei Laufwettbewerbe bei den Männern. Hier könnte über 1.500 m sogar Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Über die Mittelstrecken der Männer gab es bei Hallen-Weltmeisterschaften immer wieder Medaillen für europäische Athleten. Bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren in Istanbul wurde zum Beispiel der Brite Andrew Osagie Dritter über 800 m. 2006 in Moskau hieß der 1.500-m-Weltmeister Ivan Heshko (Ukraine). Auch deutsche Läufer gewannen über diese Distanzen bei der WM unter dem Hallendach Medaillen. Das allerdings ist schon etwas länger her. Zuletzt gelang dies dem Berliner Nico Motchebon 1999 mit Rang drei über 800 m.

Homiyu Tesfaye, der im vergangenen Jahr mit einem fünften Platz im 1.500-m-WM-Finale von Moskau überrascht hatte, zeigte in dieser Hallensaison viel versprechende Form. In Birmingham steigerte er sich auf eine persönliche Hallen-Bestzeit von 3:37,35 Minuten. Zuletzt bewies er bei seinem Doppelsieg bei den Deutschen Hallenmeisterschaften (1.500 und 3.000 m) jeweils sehr gute Spurtstärke. Diese wird sicher auch im Hallen-WM-Finale entscheidend sein. Allerdings muss Tesfaye diesen Endlauf auch erst einmal erreichen. Denn aus drei Vorläufen qualifizieren sich lediglich die ersten beiden Athleten plus die drei weiteren Zeitschnellsten. Am Start sind unter anderen alle drei Medaillengewinner der Hallen-WM von 2012: Der Marokkaner Abdalaati Iguider gewann damals vor Ilham Tanui Ozbilen (Türkei) und Mekonnen Gebremedhin (Äthiopien).

Während es über 800 m mit Mohammed Aman (Äthiopien) einen klaren Favoriten gibt, ist das 3.000-m-Rennen genauso offen wie die Entscheidung über 1.500 m. Die in der Jahresweltbestenliste auf den ersten drei Rängen platzierten Athleten – Hagos Gebrhiwet (Äthiopien), Galen Rupp (USA) und Dejen Gebremeskel (Äthiopien) – gelten als aussichtsreiche Medaillenkandidaten. Doch auch die Kenianer Caleb Ndiku und Augustine Choge könnten vorne mitmischen. Bernard Lagat (USA) geht als Titelverteidiger an den Start. Er war über diese Distanz auch schon 2004 und 2010 Hallen-Weltmeister.

Alles andere als ein 3.000-m-Sieg von Genzebe Dibaba wäre schon fast eine Sensation. Die Äthiopierin dominierte in diesem Winter mit drei Weltrekorden binnen zwei Wochen: Über 1.500 m lief sie Anfang Februar in Karlsruhe zunächst 3:55,17 Minuten, dann ließ sie über 3.000 m in Stockholm 8:16,60 folgen, und schließlich rannte sie in Birmingham die Zwei-Meilen-Distanz in 9:00,48. Die 23-Jährige konzentriert sich in Sopot auf die 3.000-m-Strecke und trifft dort auf die amtierende Hallen-Weltmeisterin über diese Distanz, Hellen Obiri (Kenia).

Da Genzebe Dibaba auf eine Titelverteidigung über 1.500 m verzichtet, scheint über diese Distanz der Weg frei zu sein für eine aus Äthiopien stammende Schwedin: Abeba Aregawi wurde in dieser Saison mit einer Steigerung auf 3:57,91 Minuten zur Europarekordlerin und zweitschnellsten Läuferin aller Zeiten in der Halle.

Über die 800 m führen zwei US-Amerikanerinnen die Jahresweltbestenliste an: Ajee Wilson (2:00,43) und Chanelle Price (2:00,48) gehören zu den Favoritinnen in einem offenen Rennen.

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