Towerrunning

Hochzeitsfeier mit internationaler Treppenlaufbeteiligung

Londoner

Londoner Gherkin.

Bild: Norbert Lechner

Auch beim „Scale the Strat“ in Las Vegas, der ähnlich wie bei der tschechischen Run Up-Serie in einem zweigeteilten Modus mit Qualifying und Finalrennen ausgetragen wurde, konnte Jesse Berg nicht gewinnen. Den Sieg sicherte sich Kevin Crossman vor Javier Santiago. Dritter wurde noch vor Berg der Österreicher Rolf Majcen, der in seiner Karriere mehr unterschiedliche Treppenhäuser wettkampfmäßig bestiegen hat als Thomas Dold und bisweilen auch in Asien und Amerika mehrfach an den Start ging. Auch in Las Vegas war das Feld wieder äußerst eng beisammen, nur 11 Sekunden trennten die ersten vier nach 108 Stockwerken im mit 350 m höchsten Bauwerk westlich des Mississippi.

Schnellste Dame war die Titelverteidigerin Erica Schramm, die in 8:58 min. ihren eigenen Streckenrekord zertrümmerte. Das Event stand aber nicht nur im Zeichen der beiden Treppenläufe. Für den Mexikaner Santiago, der in Las Vegas seinen ersten und bisher einzigen Podiumsplatz der Saison erzielte, war das Treppenhaus an diesem Wochenende nur Nebensache: Er heiratete im Beisein der internationalen Treppenelite seine Partnerin Maria Guadalupe Martinez Mejia. Sein Trauzeuge war im Übrigen Jesse Berg. Eine außergewöhnliche Feier nahm also ihren Lauf und machte deutlich, welche Verbundenheit mittlerweile über die Ländergrenzen hinweg in der Towerunning-Familie herrscht.

Auf die Siegerstraße zurück kehrte Jesse Berg nach einem weiteren dritten Rang beim Big Climb Seattle, welcher vom Kanadier Shaun-Stephens Whale dominiert wurde, beim dritten US-Masters Rennen in den Presidential Towers Chicago. Bei diesem Lauf müssen vier Türme mit insgesamt 2340 Stufen von den Athleten bewältigt werden. Mit fast einer Minute Vorsprung deklassierte Berg die Konkurrenz und baute sein Punktekonto auf 628 Zähler aus. Der erste Weltcup-Verfolger John Osborn (USA), der durch mehrere Ergebnisse im Bereich zwischen Rang 3 und 8 beständig punkten konnte und in den Presidential Towers Fünfter wurde, hat ganze 276 Punkte weniger zu Buche stehen.

Für das europäische Highlight in Chicago sorgte überraschend der 50-jährige Schweizer Daniel Ackermann, der als Dritter Javier Santiago hinter sich halten konnte. Bei den Damen bezwang Cindy Harris die Weltcupführende Kristin Frey, die zwischenzeitlich noch mit sechs Turmbezwingungen in einer Stunde den Ultimate Climb im US Bank Center Milwaukee gewinnen konnte, erneut. Frey, die ihren vielen Starts nun Tribut zollen musste, wurde mit einem Rückstand von mehr als 2 Minuten Dritte in Chicago.

Weiterlesen

Seite 4 von 8
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Weg nach Bogota


Towerrunning: