Dubai, Abu Dhabi, Ras Al Khaimah

Hochkarätige Läufe in der Wüste

In den nächsten Wochen ist Laufsaison in der Wüste. Drei hochkarätige Rennen locken die Elite der Straßenläufer.

Standard Chartered Dubai Marathon

Hohes Tempo wird in Dubai gelaufen: Haile Gebrselassie (Zweiter von links) gewann 2008 und 2009.

Mitten im Winter ist Laufsaison: In den Vereinigten Arabischen Emiraten werden im Januar und Februar drei hochkarätige Straßenrennen gestartet. Nur in dieser Jahreszeit lassen sich in der Wüste Laufveranstaltungen für Eliteathleten und Breitensportler organisieren, ansonsten ist es zu heiß. Trotzdem können auch im Januar die Temperaturen über 20 Grad Celsius liegen. Der Halbmarathon in Abu Dhabi macht am Donnerstag (7. Januar) den Anfang, dann folgt der Dubai-Marathon (22. Januar) und schließlich in Ras Al Khaimah ein weiterer Halbmarathon (19. Februar).

Besonders im Blickpunkt wird einmal mehr der Dubai-Marathon stehen, denn zum dritten Mal versucht Haile Gebrselassie auf der superflachen Strecke, seinen eigenen Weltrekord zu brechen. In Berlin lief der 36-jährige Äthiopier 2008 als erster unter 2:04 Stunden (2:03:59). In Dubai erreichte er bisher 2:04:53 (2008) und 2:05:29 (2009). Vor einem Jahr stoppte ihn dabei ein Unwetter im zweiten Streckenabschnitt, nachdem er zuvor lange auf Weltrekordkurs gelegen hatte.

„Wir freuen uns, dass Haile Gebrselassie zurückkommt – vielleicht klappt es im dritten Anlauf mit dem Weltrekord“, sagt Dubais Race-Direktor Peter Connerton, der für einen Weltrekord eine Rekordprämie von einer Million US-Dollar auslobt. Gebrselassie wird in Dubai unter anderen auf seinen Landsmann Tesfaye Tola (Bestzeit: 2:06:57) sowie die Kenianer Sammy Korir (2:04:56) und Joshua Chelanga (2:07:05) treffen. Alles andere als ein dritter Sieg in Folge von Haile Gebrselassie wäre aber eine Überraschung.

Bei den Frauen kündigt sich ein offeneres Rennen an. Am Start sein werden unter anderen die Siegerinnen aus den vergangenen drei Jahren: Bezunesh Bekele (2:23:09/2009), Berhane Adere (2:20:42/2008) und Askale Magarsa (2:21:31/2007).

Rekord-Gelder gibt es auch in Abu Dhabi, wo die Halbmarathonsieger am Donnerstag gleich 300.000 US-Dollar mit nach Hause nehmen. Auf der Startliste stehen die Weltklasseläufer Patrick Makau (Kenia/Bestzeit: 58:52 Minuten) und Sammy Kitwara (Kenia), der im vergangenen Jahr den Rotterdam-Halbmarathon in 58:58 Minuten gewann. Beide sind mit ihren persönlichen Bestzeiten nicht weit weg vom Weltrekord von Sammy Wanjiru (Kenia/58:33). Gespannt sein darf man zudem auf das Debüt von Micah Kogo. Der Kenianer ist der 10-km-Weltrekordler mit 27:01 Minuten. Bei den Frauen ist die aktuelle Halbmarathon-Weltmeisterin Mary Keitany die Favoritin. Bei ihrem WM-Sieg in Birmingham stellte sie 2009 mit 66:36 Minuten einen Afrikarekord auf.

Noch nicht bekannt ist das Elitefeld für das Rennen in Ras Al Khaimah. Das kleinste der Emirate warb in der Vergangenheit damit, den ,reichsten Halbmarathon der Welt’ zu veranstalten. Doch in dieser Liste hat inzwischen Abu Dhabi Platz eins übernommen. Dennoch wird auch am 19. Februar ein hochkarätiges Rennen in der Wüstenstadt stattfinden.