Hindernis in Paris zu früh abgebaut

Kurios und wenig regelgerecht ging es im Rennen über 3000-m-Hindernis beim Meeting in Paris zu.

Paul Kipsiele Koech freute sich eine Runde zu früh in Paris.

Bild: photorun

Nach dem glänzenden Weltrekord über 5.000 m durch Meseret Defar zum Auftakt der Golden League-Serie in Oslo konnten die beiden folgenden Meetings der Serie, Paris und Rom, keine derartigen Topzeiten im Langstreckenbereich verzeichnen. In Paris gab es dagegen einen anderen ,Höhepunkt’ in einem Langstreckenrennen.

Über 3.000 m Hindernis geriet im Stade de France der Rundenzähler durcheinander. Dies führte dazu, dass die letzten 400 Meter eine Runde zu früh eingeläutet wurden und das Gros der Läufer davon ausging, dass dies tatsächlich die letzte Runde sei. Der Kenianer Paul Kipsiele Koech lief jubelnd ins vermeintliche Ziel, um dann jedoch festzustellen, dass noch eine Runde zu laufen ist. Davon profitierte Bob Tahri. Der Franzose hatte sich offenbar nicht beirren lassen und richtig mitgezählt. Schließlich gewann er das Rennen in flotten 8:08,47 Minuten vor Koech (8:12,73).

Doch die erstklassige Zeit von Bob Tahri erwies sich im Nachhinein trotzdem als wertlos. Er lief zwar die korrekte Streckenlänge, doch das zu frühe Einläuten der Schlussrunde hatte auch die Helfer im Stadion irritiert. Auf der letzten Runde fehlte dadurch mindestens ein Hindernis, das bereits abgebaut worden war. Die IAAF wird alle Ergebnisse des Pariser Rennens annullieren.