Wüstenquerung in Südamerika

Hallo Chile...

Steven Rau ist in Chile angekommen. Neben kurzen Nächten, Flügen und der südamerikanischen Bürokratie geht es für ihn mit 24 kg auf dem Rücken endlich los.

Steven Rau letztes Selfie

Ein Selfie mit dem Team.

Bild: privat

Völlig problemlos sind wir nach 22 Stunden Flug und nur drei Stunden Schlaf endlich in Santiago de Chile angekommen. Hier wurden wir bereits von einer kleinen Fangruppe freudig erwartet. Nachdem wir das Gepäck in unserem Quartier abgestellt haben, gilt es einmal kurz Luft zu holen, dann werden einige organisatorische Dinge in Santiago erledigt, eine abschließende Teambesprechung und ein letztes gemeinsames Abendessen mit allen Teammitgliedern. Vor dem Schlafen wird das Gepäck nach einer genau geplanten Checkliste sortiert und gepackt.

Von kurzen Nächten und der Bürokratie

Nach einer sehr kurzen Nacht hieß es um 4:00 Uhr aufstehen, kurzes Frühstück und dann ab zum Flughafen. Von hieraus ging es dann um 6:30 Uhr ab nach Iquique. Dann, endlich am Startpunkt in Iquique angekommen... muss der Start doch noch warten. Es zeichnete sich bereits ab, der Wagen ist zwar am Freitag fertig geworden aber wir kommen damit noch nicht über die Grenze nach Bolivien. Es muss noch eine Bescheinigung für den Grenzübertritt geholt werden und das war heute zeitlich nicht mehr möglich. So müssen wir bis Montag warten um dann letzte bürokratische Hürden zu nehmen.

Strecke besichtigen anstatt warten

Die Zeit wurde Freitag genutzt um die Strecke teilweise zu besichtigen und den Startpunkt abzulaufen. Am Wochenende werden wir dann das Begleitfahrzeug beladen und noch einmal eine letzte Teambesprechung abhalten um dann Montag ohne weitere Verzögerungen starten zu können.

Die Berge vor Iquique wirken wie eine riesige Wand und scheinen undurchdringbar. Beim Gedanken daran, dass ich da noch hoch muss ist mir noch ein Tag zum Ausschlafen ganz recht.

Das Begleitfahrzeug steht bereit - aber die Behörden machen noch Ärger.

Bild: privat

Geduld ist eine Tugend

Auf allen bisherigen Touren konnte ich immer neue Erkenntnisse sammeln. Auf dieser Tour heißt die Erkenntnis - Geduld ist eine Tugend. Seit Wochen fiebere ich dem Start entgegen und doch hänge ich noch immer in Iquique fest. Den Tag heute muss ich nicht zweimal erleben. Ich denke sogar manchmal der Lauf - Survive the desert - wird eine "Erholung". Aber der Gedanke wird schnell verschwinden sobald ich die Wüste spüre und erlebe.

Um 7:00 Uhr klingelte mein Wecker und ab dieser Zeit begann der Marathon zwischen dem chilenischen Bürgeramt, dem chilenischen TÜV, gefühlten 100 Autowerkstätten, dem Konsulat von Bolivien und noch vielen weiteren tollen Behörden. Damit waren wir ohne Pause bis 17.00 Uhr beschäftigt und mussten sagen: "Auch dieser Tag wird in Iquique für uns zu Ende gehen!"

Morgen früh versuchen wir noch einen vorzeitigen Ausreisestempel für Chile zu erhalten und letzte bürokratische Hürden zu nehmen. Ich habe mir jedoch die Frist gesetzt um 12:00 Uhr chilenischer Zeit den Lauf zu starten. Sollten bis dahin noch nicht alle Angelegenheiten geklärt sein, muss ich meine ursprüngliche Strecke verändern. Die Strecke muss um 50 km verlängert werden um einen bestimmten Grenzposten zu erreichen.

Ich bin bereit und nach drei Tagen "rumsitzen" auch mit ausreichend Power für die ersten Kilometer...

Der Startschuss ist gefallen - 16.30 Uhr - Iquique - Chile

Man mag es gar nicht glauben es geht endlich los. Leider haben wir noch immer mit den chilenischen Behörden und der Zeitauffassung nicht alle Probleme lösen können. Das ist auch ein Grund dafür, dass wir nun einen Mietwagen als Begleitfahrzeug nehmen müssen. Da wir nicht den geplanten Grenzübergang nutzen können, verlängert sich meine Strecke nun um 50 Kilometer, also sind es insgesamt 451 Kilometer.

Mein Rucksack ist fertig gepackt und das Gewicht beträgt ganz ordentliche 24 kg. Ich fühle mich gut und bin hochmotiviert jetzt endlich in den "Kilometerfresser-Modus" zu schalten. Ich hoffe auch mein Begleiter und das Begleitfahrzeug werden gut im Ziel ankommen.

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