Deutscher Cross-Cup

Hallmann und Restle siegen in Pforzheim

Mit dem Pforzheimer Crosslauf ging der neu gestartete Deutsche Cross-Cup in die nächste Runde.

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Simret Restle (links) gewann in Pforzheim vor Julia Viellehner.

„Dem Veranstalter kann man gratulieren. Das war wirklich Klasse“, freute sich Langstrecken-Bundestrainer Detlef Uhlemann über den gelungenen Einstieg des TV Huchenfeld in die Cross-Szene. Auf dem komplett einsehbaren Rundkurs auf dem Gelände des Lohwiesenhofes im Pforzheimer Stadtteil Huchenfeld stellte sich mit dem Sparkassen-Cross ein neuer Veranstalter vor, der mit Grevenbroich-Neukirchen und Darmstadt (23. November) zugleich Wertungslauf im Deutschen Cross-Cup 2008 ist. Vor zahlreichen Zuschauern präsentierte sich dabei 10.000-m-Meister Sebastian Hallmann im Duell mit dem Lokalmatador und Deutschen Crossmeister Stephan Hohl in einer ansprechenden Form und gewann mit 33:22 Minuten und elf Sekunden Vorsprung vor Hohl das erste Cross-Kriterium dieser Saison. Bei den Frauen sicherte sich Simret Restle den Sieg in 27:17 vor Julia Viellehner dank ihres besseren Finishs.

Während Steffen Uliczka nach einem leichten Sturz aus einer Vierergruppe mit Sebastian Hallmann, Stephan Hohl und dem stark auftrumpfenden Junior Thorsten Baumeister nach der Streckenhälfte heraus fiel, drückte vor allem der 20-jährige Baumeister immer wieder auf das Tempo. „Ich wollte schon wissen, wo ich am Anfang der Saison stehe. Mir ist das Tempo nicht schwer gefallen, also habe ich beschlossen, so lange wie möglich vorne mitzulaufen.“

Während sich Baumeister nach 8000 m im Ziel als Sieger der unter 23-Jährigen schon feiern lassen durfte, suchte Hallmann im Crossterrain mit Erfolg die Entscheidung. „Es ist ein saugeiles Gefühl, endlich wieder einmal gesund ein Rennen bestreiten zu können“, freute sich der Münchener im Ziel, nachdem er seit Jahren wegen vieler Krankheiten keine Saison komplett hatte bestreiten können. Trotz der großen Belastung als Mitorganisator zeigte sich auch Stephan Hohl nach viermonatiger Verletzungspause mit seiner Leistung zufrieden.

Bei den Frauen und Juniorinnen dominierte Julia Hiller von Beginn an das Rennen, was allerdings auch nicht verwunderlich war, da die Juniorinnen (unter 23 Jahre) anstelle der über 7.000 m führenden Frauendistanz nur 5.000 m laufen mussten. „Wir haben uns nicht aus dem Konzept bringen lasssen, sondern sind unser Rennen gelaufen“, gestanden unisono Simret Restle und Julia Viellehner als Frauen-Schnellste im Ziel. Den Kampf gegen Ulrike Maisch hatten beide schon früh entschieden, da die Marathon-Europameisterin nach längerer Verletzungspause erst vor kurzem wieder mit den ersten Wettkämpfen begonnen hatte. „Cross ist ehedem nicht mein Ding. Aber ich nutze diese Crossläufe, um wieder Wettkampfhärte zu bekommen“, sagte Ulrike Maisch.

„Heute haben wir teilweise noch große Abstände in den Wettbewerben der Männer und Frauen gesehen“, beurteilte Bundestrainer Uhlemann das in Pforzheim-Huchenfeld gezeigte Leistungsbild, sieht dieses aber angesichts des für die meisten Athleten nun gerade erst erfolgten Einstiegs in die Saison als keineswegs problematisch an. „Die Abstände werden sich in zwei Wochen in Darmstadt sicherlich verringern, weil dann alle antreten werden, die zu den Cross-Europameisterschaften wollen.“ Für Uhlemann ist die Teilnahme mit einer möglichst großen Mannschaft ein wichtiges Anliegen bei den Titelkämpfen in Brüssel im Dezember. Dabei weiß er, dass die in der gerade erst zu Ende gegangenen Straßen- und Marathonsaison erfolgreichen Spitzenläufer wie Irina Mikitenko, Sabrina Mockenhaupt und André Pollmächer nicht für eine Cross-EM Mitte Dezember zur Verfügung stehen werden. „Wir wollen in Brüssel natürlich Flagge zeigen, haben sicherlich auch bereits Fortschritte gemacht. Aber wie können uns nur vergleichen, wenn wir uns internationaler Konkurrenz stellen“, so Uhlemann. Er bittet aber zugleich um Nachsicht, „wenn wir nicht in Medaillennähe laufen. Aber Fortschritte sind unverkennbar, und das ist wichtig“.

Text: race-news-service.com/Wilfried Raatz
Foto: wus-media

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