4. Etappe

Halbzeit beim Transalpin-Run

Auf der vierten Etappe des Transalpin-Runs von Samnaun nach Scuol konnten die Bergspezialisten ihre Klasse auf den alpinen Trails voll ausspielen.

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Transalpin-Run 4. Etappe

Bild: Kelvin Trautman

Ein Sonnenaufgang, wie man ihn nur im Herbst in den Bergen erleben kann, stimmte die Läufer auf die vierten Etappe von Samnaun nach Scuol ein. Gut gelaunt machten sich die 622 Teilnehmer auf, um die 37,10 Kilometer lange und mit 2.064 Höhenmetern gespickte Strecke zu absolvieren. Auch wenn die Beine der meisten nicht mehr ganz so fit waren wie zu Beginn, war die Stimmung unter den Teilnehmern nach wie vor bestens. Die traumhaft schöne Landschaft rund um Zeblasjoch (2.539 m) und Fuorcla Champatsch (2.730 m) wirkte wie Balsam auf die beanspruchten Läuferseelen, die nach zwei Aufstiegen und zwei Downhills glücklich in Scuol ins Ziel einliefen. Die Hälfte des Transalpin-Runs war geschafft.

Wie schon in den Tagen zuvor, ließen Cameron Clayton (USA) und Dimitris Theodorakakos (GRE) vom Team Salomon keine Zweifel über ihre Dominanz aufkommen. Auch, wenn selbst sie zugeben müssen, dass sich erste Wehwehchen und etwas Müdigkeit bemerkbar machen. „Das war eine weitere super schöne, aber auch sehr harte Etappe. Bergauf sind wir nach wie vor schnell, doch bergab mussten wir echt schauen, dass uns die beiden Spanier nicht davon liefen. Wir werden es etwas lockerer angehen, um dann für die nächsten schweren Etappen gerüstet zu sein“, so das amerikanisch-griechische Duo, das den Atem von Manuel Merillas (ESP) und Pablo Villa (ESP) vom Team Carrera Alto Sil nicht nur einmal im Nacken zu spüren bekam.

Etwas mehr als eine Minute betrug ihr Rückstand am Ende auf die Sieger, dementsprechend strahlend liefen sie durch den Zielbogen von Scuol. „Wir hatten Cameron und Dimitris das ganze Rennen über im Blick und konnten beim ersten Downhill sogar auf die beiden aufschließen. Doch bergauf sind sie einfach zu stark, dennoch hätten wir sie am Abstieg nach Scuol fast noch eingeholt. Mit dem zweiten Platz und dem daraus resultierenden zweiten Gesamtrang sind wir aber sehr zufrieden“, so die Spanier.

Wieder einmal nicht wie gewünscht gelaufen ist es dagegen für Philipp Reiter (GER) und Tofol Castaner Bernat (ESP) vom Team Salomon International I. Der Deutsche kämpft nach wie vor mit den Folgen einer Lebensmittelvergiftung und kann nicht seine gewohnte Leistung abrufen. Dementsprechend enttäuscht liefen die beiden ins Ziel ein. „Nachdem es mir gestern deutlich besser gegangen ist, dachte ich, mein Tief wäre endlich überwunden. Doch war es von Beginn an nicht mein Tag. Mir tut das sehr leid für Tofol, der wegen mir zurückstecken muss“, so Reiter sichtlich unzufrieden. Sein spanischer Teampartner nimmt es gelassen: „Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Morgen ist ja quasi ein Ruhetag, hoffentlich kann Philipp sich dann etwas erholen. Die Motivation ist nach wie vor groß und der Abstand zum vorderen Teams durchaus noch einholbar. Wir werden alles geben, doch unser oberstes Ziel ist es, gemeinsam und gesund in Latsch anzukommen“, so der Mallorquiner zuversichtlich.

TransalpinRun 2013 - 3. Etappe - Bilder: 18 Fotos

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Führungswechsel bei den Master Men

Nachdem Anton Steiner (ITA) und Klaus Wellenzohn (ITA) vom Team Dynafit Reschenpass mit ihrem ersten Tagessieg für die Überraschung auf der dritten Etappe sorgten, legten die beiden Südtiroler heute noch einmal einen drauf. Die beiden holten nicht nur den Rückstand in der Gesamtführung auf Anton Philipp (GER) und Thomas Geisenberger (GER) vom Berglaufteam Haglöfs Gore-Tex® Footwear auf, sondern sicherten sich auch noch fast zwei Minuten Zeitguthaben auf die beiden Deutschen. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Bis auf die letzten 200 Höhenmeter sind wir alle vier gemeinsam gelaufen, dann konnten wir uns absetzen. Dass es für das Leadershirt gereicht hat, ist einfach nur spitze. Am morgigen Bergsprint werden wir alles dafür geben, unsere Führung zu verteidigen und dann können wir im roten Leaderjersey in unserer Heimat einlaufen“, so die zwei vom Reschenpass überglücklich.

Weniger Glück hatten die bisherigen Dritten der Gesamtwertung, das Team Lebensfeuer Region Kleinwalsertal – Salomon. Seppi Neuhausers (AUT) Teamkollege Sejad Mulahalilovic (AUT) überknöchelte unglücklich und musste das Rennen verletzt abbrechen. Ihren Platz nehmen nun Christian Stork (GER) und Steffen Walk (GER) vom Orthomol Sport Team Schwarz ein. Nach Platz drei auf der Auftakt-Etappe stehen sie heute zum zweiten Mal am Stockerl.

Nichts Neues tut sich dagegen in der Senior Master Men Wertung. Dr. Thomas Miksch (GER) und Michael Sommer (GER) vom Orthomol Sport Team Blau sind weiterhin nicht zu schlagen, Rudi Schöpf (ITA) und Florian Kuppelwieser (ITA) vom Team Latsch und Friedrich Schmidthaler (AUT) und Hermann Daucher (AUT) vom eam WSV Trattenbach liegen auf den Plätzen zwei und drei.

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Foto: Thomas Wenning
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Foto: Kelvin Trautmann/ Klaus Fengler/Lars Schneider/ Sportograf.com

Keine Veränderung auch an der Spitze der Damenwertung. Aber Silvia Serafini (ITA) und Oihana Corthazar Aranzeta (ESP) vom Team Salomon International III sind nicht nur in ihrer Kategorie eine Klasse für sich, die beiden kamen als insgesamt 13tes Team overall ins Ziel und ließen damit auch einige starke Männer hinter sich. „Wir fühlen uns einfach gut und genießen die Landschaft. Wir wollen uns eigentlich gar nicht pushen, sondern laufen in unserem Tempo“, so die beiden gut gelaunt. Bleibt nur die Frage: Wie schnell sind Silvia und Oihana, wenn sie dann mal richtig Gas geben?

Um Platz zwei und drei hat sich dagegen ein spannendes Duell entwickelt. Gitti Schiebel (GER) und Ildiko Wermescher (HUN) vom Team Woly Sport und Tamara Lunger (ITA) und Annemarie Gross (ITA) vom Team Gore-Tex® Active Women wechseln sich täglich ab, dieses Mal waren wieder die Italienerinnen mit Rang zwei an der Reihe.

Abwechslungsreich präsentiert sich dagegen die Mixed Kategorie – einzig das Führungsduo Helen Bonsor (SCO) und Andrew Fallas (SCO) vom Team Mammut Gore-Tex® Footwear blieben ihren Leistungen treu und feiern am vierten Tag ihren vierten Sieg. Konrad Rawlik (POL) und Jasmin Paris (ENG) vom Team Carnethy waren mit Rang zwei an der Reihe, Caroline Freslon-Bette (FRA) und Jean Christophe Bette (FRA) vom Team Garmin Adventure holten sich den dritten Platz.