21 km unter einer Stunde

Haile siegt in New York

Äthiopiens Superstar Haile Gebrselassie siegte beim Halbmarathon in New York in starken 59:24 Minuten.

Haile Gebrselassie beim Zieleinlauf in New York.

Sein erster Straßenlauf in der US-Metropole war für den 34-Jährigen ein perfekter Test während seines Trainings für den Berlin-Marathon am 30. September. Ebenfalls einen erfolgreichen Test absolvierte der London-Marathon-Sieger Martin Lel, der in Sizilien über 10 km an den Start ging. Der Kenianer, der unter anderen Gebrselassie im April in London hinter sich gelassen hatte und sich nun auf den New York-Marathon vorbereitet, siegte beim Memorial Peppe Greco in 29:02 Minuten.

Schon vor der Hälfte des Rennens am 5. August durch New York hatte sich Haile Gebrselassie von seinem schärfsten Konkurrenten, Abdi Abdirahman (USA), abgesetzt. „Ich habe mich gut gefühlt, deswegen habe ich mich frühzeitig gelöst“, erklärte Haile Gebrselassie, der sich ausdrücklich bei Abdirahman und dem Kenianer Robert Cheruiyot bedankte, die von Beginn an das Tempo hoch gehalten hatten. Dadurch war es Gebrselassie möglich, den Kursrekord des Rennens bei der zweiten Auflage unter eine Stunde zu drücken. Hinter Haile Gebrselassie lief Abdi Abdirahman, der bei der WM in Osaka über 10.000 Meter antreten wird, mit 60:29 Minuten eine persönliche Bestzeit. Dritter wurde Cheruiyot in 60:58.

Nach einem erfolgreichen ,Ausflug’ auf die Bahn, wo er in Ostrava zuletzt im Juni die Weltrekorde über 20.000 Meter sowie im Stundenlauf gebrochen hatte, ist Haile Gebrselassie nun auf die Straße zurückgekehrt. Hier will der 23-fache Weltrekordler seine nächsten großen Ziele erreichen: den Marathon-Weltrekord und den Olympiasieg.

Ein spannendes Rennen gab es bei den Frauen, bei denen am Ende die Kenianerin Hilde Kibet ihren bisher größten Erfolg feierte: Sie gewann in 70:32 Minuten und ließ dabei im Schlussspurt die frühere Marathon-Weltrekordlerin und -Weltmeisterin Catherina Ndereba knapp hinter sich. Die Kenianerin rannte eine Sekunde später ins Ziel. Dritte wurde überraschend die Neuseeländerin Nina Rillstone, die mit 70:35 Minuten einen Landesrekord aufstellte. Knapp 10.000 Läufer erreichten das Ziel.

Lel siegt auf Sizilien
Bei dem international ebenfalls hochklassig besetzten 10-km-Abendrennen an der Südküste Siziliens sicherte sich Martin Lel einmal mehr mit seinem starken Schlussspurt den Sieg. Der Kenianer hatte mit 29:02 Minuten in seinem ersten Rennen seit dem London-Marathon-Triumph schließlich zwei Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Paul Kosgei. Dritter wurde der Äthiopier Eshetu Wondimu mit 29:07 während Italiens Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini auf Rang fünf einlief (29:33). „Ich werde mich jetzt in Kenia auf den New-York-Marathon vorbereiten, allerdings im Vorfeld noch ein paar Rennen laufen“, erklärte Martin Lel, nachdem er seinen Vorjahressieg wiederholt hatte.