Erfolg trotz Wetterkapriolen

Guter London-Test für Irina Mikitenko beim Paderborner Osterlauf

Ob Sonne oder Graupel: Irina Mikitenko wurde beim Paderborner Osterlauf 2012 Zweite nach Esther Chemtai. Bei den Männern gewann Mosinet Geremew.

Irina Mikitenko

Trotz Aprilwetters und wenig Schlaf: Irina Mikitenko wurde in Paderborn Zweite über 10 km.

Bild: Josef Rüter

„Das war ein guter Test“, sagte Irina Mikitenko im Ziel des Paderborner Osterlaufes nach 31:44 Minuten mit Blick auf den bevorstehenden Start beim London-Marathon 2012 in zwei Wochen. „Schade, dass es nicht ganz mehr zum Sieg gereicht hat.“ Die Kenianerin Esther Chemtai gewann die 10 km bei der 66. Auflage des ältesten deutschen Straßenlaufes in 31:36 Minuten knapp vor Irina Mikitenko und wurde damit ihrer Favoritenrolle gerecht, die sie nach ihrem Sieg in der Vorwoche im holländischen Brunssum (31:33) innehatte. Mit 8.935 Meldungen gab es trotz so mancher Wetterkapriolen beim Paderborner Osterlauf einen neuen Rekord, die bisherige Höchstmarke wurde dabei um gleich 700 Meldungen übertroffen.

„Ich bin in Paderborn immer gut gelaufen, deshalb wollte ich auch gerne wieder hier starten“, sagte die 39-jährige Irina Mikitenko (SC Gelnhausen), die zwei Tage zuvor erst aus einem vierwöchigen Trainingslager im US-Höhencamp in Albuquerque zurück nach Deutschland gekommen war. „Ich wusste nicht, wie mein Körper mit der Zeit- und Temperaturumstellung zu Recht kommen würde. Zudem habe ich nach unserer Rückkehr sehr schlecht geschlafen.“ Aber es ging alles nahezu perfekt für die zweifache London-Marathon-Siegerin. Nach einer Durchgangszeit von 16:10 Minuten bei der 5-km-Marke begann für Irina Mikitenko eine begeisternde Aufholjagd. „Es hat schon Spaß gemacht, eine Läuferin nach der anderen zu überholen. Ich glaube, ich war anfangs Achte oder Neunte. Die 15:30 auf der zweiten Hälfte stimmen mich sehr zuversichtlich.“ Ehemann und Trainer Alexander Mikitenko ergänzte: „Irina ist keine 10.000-Meter-Läuferin mehr, auch keine zwanzig mehr, deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Damit kann sie in London 2:22 Stunden laufen.“

Im Konzert der afrikanischen Läuferinnen kam mit Susanne Hahn (Schlau.com Saarbrücken) übrigens noch eine weitere deutsche Läuferin gut zurecht. Mit 33:20 Minuten belegte sie am Maspernplatz Rang sieben und sieht optimistisch ihrem Start bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in einer Woche entgegen. „Ich habe dieses Rennen voll aus dem Training bestritten. Da ist man einfach nicht so erholt wie es für einen Zehner erforderlich ist. Nächste Woche zählt es, da möchte ich Deutsche Meisterin werden.“

Während bei den Frauen neben Esther Chemtai und Irina Mikitenko noch die Äthiopierin Belaynesh Fikadu (31:50) und die Kenianerin Vicoty Chepkemoi (31:55) unter der 32-Minuten-Marke blieben, stürmten bei den Männern drei Läufer unter die 28-Minuten-Marke. Allen voran der 20-jährige Mosinet Geremew (Äthiopien) in 27:53 Minuten, der damit nach dem Trierer Silvesterlauf 2011 sein zweites Rennen in Europa innerhalb von nur drei Monaten gewinnen konnte. Der seit 1993 bestehende Veranstaltungsrekord von Carsten Eich von 27:47 Minuten blieb somit ein weiteres Jahr bestehen. Hinter Yigem Demelash (Äthiopien/ 27:54) und David Kipketer Kogei (Kenia/27:57) folgte der als Favorit gehandelte Philip Yego (Kenia) mit 28:11 Minuten auf Rang vier.

Weiterlesen

Seite 1 von 2
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Neuer Anmelderekord und Streckenrekord beim Halbmarathon

Marathon-Vorschau 2012

Irina Mikitenko startet beim London-Marathon

13122011_Irina_Mikitenko
Im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele startet Irina... mehr

Mikitenko wird Zweite

Paderborner Osterlauf 2012

Paderborner Osterlauf 2012
Beim 66. Paderborner Osterlauf überzeugte Irina Mikitenko bei ihrer... mehr