Statt in Moskau

Große Langstrecken-Duelle beim Great North Run

Die geplatzten WM-Duelle Defar gegen Dibaba und Bekele gegen Farah finden nun in Newcastle beim Great North Run statt.

Meseret Defar und Tirunesh Dibaba

Meseret Defar und Tirunesh Dibaba (rechts) treffen nur noch selten aufeinander. In Newcastle starten nun beide beim Great North Run.

Bild: photorun.net

Die großen Langstrecken-Duelle, die die Zuschauer bei den Weltmeisterschaften in Moskau in der vergangenen Woche nicht sehen konnten, werden einen Monat später in Newcastle nachgeholt: Beim Great North Run treffen am 15. September sowohl Meseret Defar und Tirunesh Dibaba aufeinander als auch Mo Farah und Kenenisa Bekele. Außerdem ist auch noch Haile Gebrselassie in dem Rennen über die Halbmarathondistanz, das in South Shields direkt an der Nordseeküste endet. Für den Great North Run liegen den Veranstaltern über 56.000 Anmeldungen vor.

Der äthiopische Verband hatte kurz vor den Weltmeisterschaften in Moskau das mit Spannung erwartete doppelte Duell zwischen den Olympiasiegerinnen Meseret Defar (5.000 m) und Tirunesh Dibaba (10.000 m) verhindert. Die Funktionäre nominierten entgegen ersten Aussagen ihre beiden Stars lediglich für je eine Distanz. So wurde Dibaba über 10.000 m in Moskau ebenso souverän Weltmeisterin wie Defar über 5.000 m.

Die Veranstalter des Great North Run verpflichteten nun beide für das Halbmarathonrennen. Damit kommt es erstmals über die 21,0975-km-Distanz zu einem Aufeinandertreffen von Tirunesh Dibaba und Meseret Defar. Dibaba geht dabei als Vorjahressiegerin an den Start. 2012 gewann sie bei ihrem Halbmarathon-Debüt in Nordostengland mit 67:35 Minuten. Defar steigerte sich in diesem Jahr bei ihrem Sieg in New Orleans auf 67:25.

Für das Männerrennen waren bereits zuvor Mo Farah und Kenenisa Bekele verpflichtet worden. Während der Brite bei der WM in Moskau, wie schon vor einem Jahr bei Olympia in London, sowohl über 5.000 als auch über 10.000 m gewann, musste Weltrekordler Bekele zuschauen. Er wurde plötzlich vom äthiopischen Verband nur noch als Ersatzläufer nominiert, nachdem sein Start zuvor als sicher galt. Nun wird der 31-jährige Doppel-Olympiasieger von Peking 2008 in Newcastle sein Halbmarathon-Debüt laufen. Mo Farah hat auf dieser Distanz bereits ein paar Rennen bestritten und erreichte dabei 60:23 Minuten. Der frühere Halbmarathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie (Äthiopien/58:55) dürfte im Rennen gegen die rund zehn Jahre jüngeren Konkurrenten keine Chance haben.