37. Kernberglauf in Jena

Goldener Herbst beim Jenaer Kernberglauf

Goldenes Oktoberwetter, ein zufriedenes Organisationsteam und zwei Seriensieger: Der 37. Jenaer Kernberglauf war ein voller Erfolg.

Kernberglauf highlight

Der Startschuss zum 37. Kernberglauf.

Bild: Veranstalter

Rundum zufrieden zeigte sich Dr. Peter Losso, der Gesamtleiter des Jenaer Kernberglaufs, mit der 37. Auflage des Laufklassikers in Thüringen. 1.560 Läufer aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet, von denen 1.362 ins Ziel in der Jenaer Oberaue kamen. Mit 157 hatten die Kinder und Jugendklassen den größten Zuwachs, was sich auf allen drei Strecken (1 km, 2,5 km und 5 km) bemerkbar machte.

Über 15 km konnte Christian Seiler (Rennsteiglaufverein) in 51:37 seinen sechsten Erfolg feiern mit deutlichem Vorsprung vor seinen Verfolgern Thomas Häusler (Hermsdorf, 55:23) und Lokalmatador Sören Lösch (USV-Orientierungslauf, 56:32). Bei den Frauen triumphierte zum zweiten Mal Astrid Hartenstein vom 1. SV Gera in 1:01:25 Stunden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Daniela Oemus vom SV Blau-Weiß Buergel (1:04:31) und Allegra Meyer aus Jena (1:08:25).

Mit Jan Burzik (USV Jena) gab es auch über 27 km einen Seriensieger. Er stand zum elften Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen, nachdem er in einer recht knappen Entscheidung in 1:42:06 Thomas Kühlmann vom NSV Wernigerode distanziert hatte, der 1:42:39 benötigte. Den dritten Platz belegte Matthias Flade vom TV Münchberg in 1:44:37. Bei den Frauen konnte sich Nicole Kruhme vom Rennsteiglaufverein/LG Süd bei ihrem ersten Start gleich in die Siegerliste eintragen, sie gewann in 2:03:19 und sicherte sich damit weitere Punkte für ihren schon sicheren Gesamtsieg bei der Salomon-Cup-Wertung. Mit Anna Herzberg (KS-Sportsworld) belegte die Siegerin von 2006 und 2008 den zweiten Rang in 2:04:09 vor Basilia Förster aus Neuried (2:15:41).

Alle Teilnehmer lobten die gute Organisation, die zügige Siegerehrung in allen Altersklassen und vor allem die wunderbare Laubfärbung, welche die Herbstwälder um Jena jedes Jahr auszeichnet. Das schöne Wetter tat sein Übriges, um goldene Herbststimmung zu erzeugen.

Vom „Club 25“, in den die ersten 25 Läufer aufgenommen wurden, welche den Kernberglauf 25 Mal erfolgreich absolvierten und die ein lebenslanges kostenloses Startrecht haben, waren nur zwei auf der 27-km-Königsstrecke unterwegs: Horst Freudenberg, der bei seiner 34. Teilnahme mit Rang drei in der Altersklasse seine beste Platzierung überhaupt erreichte, und Torsten Harzer aus Chemnitz, für den es der 33. erfolgreich bestandene Kernberglauf war, und das immer über die 27-km-Distanz. Peter Kindler (WSG Jena-Lobeda), Dr. Hans-Olaf Wartenberg (Elsterberg) und Bernhard Neumann (TSV Zeulenroda) konnten mit der erfolgreichen 37. Teilnahme ihre ununterbrochene Serie fortsetzen und sind die einzigen, die seit 1977 keinen Kernberglauf ausließen. Dr. Wartenberg kommt dazu seit Jahren immer eigens aus China angereist, wo er beruflich tätig ist.

Bei der Spendenaktion der Stiftung Jenaer Universitätssport am Rande des Kernberglaufs konnte Gunda Kremer für die hochwassergeschädigte Finnbahn am Spendenbasar 434,50 € einnehmen. Mit den Spendenbeiträgen der Bäckerei Czech, die einen 1,50 m langen Stollen zugunsten des Hochwasserkontos verkaufte, und den anteiligen Beträgen aus dem Bratwurstverkauf des Studentenclubs „Schmiede“ werden fast 600 € zusammenkommen.