Alina Reh und Patrick Karl

German Road Races ehrt Nachwuchsläufer

Auf der Jahrestagung der German Road Races (GRR) am 27. November werden die Nachwuchsläufer Patrick Karl und Alina Reh sowie die frühere Weltklasseläuferin Charlotte Teske geehrt.

Alina Reh

Alina Reh gehört zu den ganz großen Hoffnungen im deutschen Langstreckenbereich.

Bild: photorun.net

Die Nachwuchsläufer Patrick Karl und Alina Reh sowie die frühere Weltklasseläuferin Charlotte Teske gehören zu den Athleten, die im Rahmen der Jahrestagung der German Road Races (GRR) am 27.11.2015 in Duisburg geehrt werden. Die GRR ist eine Interessengemeinschaft der Straßenlauf-Veranstalter, der auch einige internationale Rennen angehören.

„Die GRR-Ehrungen haben für uns eine herausragende Bedeutung“, sagt Horst Milde, der Vorsitzende von German Road Races. „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, die besten Nachwuchsläufer in Deutschland, aber auch verdiente Trainer und Spitzenläufer früherer Tage wie auch Veranstalter mit herausragender Bedeutung für den Laufsport zu ehren. Vieles wird als Selbstverständlichkeit, als Normalität, angesehen. Weil vieles in unserer schnelllebigen Zeit und der ständigen Jagd nach Rekorden und Bestzeiten in Vergessenheit gerät, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, herausragende Leistungen in einem würdigen Rahmen in den Fokus zu stellen.“

Tradition haben dabei die Ehrungen der besten Nachwuchsläufer der Saison. Bereits 2014 wurden mit Alina Reh (TSV Erbach) und Patrick Karl (TV Ochsenfurt) zwei national wie international erfolgreiche Talente geehrt. Nicht verwunderlich ist nun, da beide auch 2015 noch der Jugendklasse der unter 20-Jährigen angehören, dass die beiden Nachwuchsläufer auch 2015 ausgezeichnet werden. Sie hatten entsprechende Erfolge. Patrick Karl wurde in seiner Paradedisziplin, dem 2000-m-Hindernislauf, Vize-Europameister und Deutscher Meister.

Alina Reh holte bei den Europameisterschaften der unter 20-Jährigen mit ihren Siegen über 3.000 m und 5.000 m gleich zwei Titel, außerdem gelang ihr ein besonderer Coup bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg: als 18-Jährige gewann sie in einem begeisternden Tempolauf ihre erste Meisterschaft bei den Frauen. Der GRR-Preis an die beiden besten Nachwuchsläufer ist jeweils mit einer Prämie von 500 Euro verbunden, die für Trainingszwecke oder Ausrüstung bestimmt ist.

Auch Sarah Kistner geehrt

Ausgezeichnet wird in Duisburg auch Sarah Kistner. Mit einer herausragenden Leistung von 33:48 Minuten bei den ASICS Grand 10 in Berlin gewann die wie Alina Reh erst 18-Jährige des MTV Kronberg den GRR-Nachwuchs-Cup 2015. Als Berglauf-Europameisterin und 5.000 m-Fünfte der Europameisterschaften (unter 20 Jahre) gelangen ihr zwei besondere Resultate, außerdem wurde sie in dieser Altersklasse Deutsche Meisterin über 5.000 m.

Charlotte Teske, hier beim Straßenlauf in Darmstadt, gewann eine Reihe von bedeutenden internationalen Rennen.

Bild: Wilfried Raatz (GRR)

Trainerpreis an Günter Zahn

Der GRR-Trainerpreis 2015 geht an Günter Zahn (LG Passau). Der Schlussläufer der Fackelstafette der Olympischen Spiele 1972 in München war in seiner Aktivenzeit einer der besten deutschen Langstreckler mit einem Spektrum von 5.000 m bis Marathon und Crosslauf. Als Trainer gilt er als „Vater der Erfolge“ bei unter anderen Julia Viellehner, Richard Friedrich, Tobias Schreindl und Florian Stelzle, die interessanterweise allesamt als Sieger des München-Marathons 2011, 2014 und 2015 ins Olympiastadion eingelaufen sind.

Mit dem GRR-Award für das Lebenswerk wird Charlotte Teske ausgezeichnet. Die Darmstädterin gilt neben Christa Vahlensieck, die 2013 den GRR-Award gewann, als Pionierin der deutschen Marathonszene. Ihren größten Erfolg feierte sie 1982 mit dem Gewinn beim Boston-Marathon in 2:29:33 Stunden. Weitere internationale Erfolge gelangen ihr beim Miami-Marathon (Siegerin in 2:29:01), Osaka (Zweite) und New York (Dritte). In Deutschland feierte sie Marathonsiege in Frankfurt (1982, 1984), Hamburg (1987, 1988), Berlin (1986) und München (1990), zudem gewann sie beim Paderborner Osterlauf oder auch dem Darmstädter Stadtlauf. Charlotte Teske startete bei Olympischen Spielen (1984), Welt- und Europameisterschaften und wurde insgesamt 14 Mal Deutsche Meisterin. Die Palette ihrer Bestzeiten reicht von 8:58,05 (3.000 m) über 15:19,54 (5.000 m) und 32:00,26 Minuten (10.000 m) bis hin zu 1:25:44 (25 km) und 2:28:32 Stunden (Marathon), die zumeist auch deutsche Rekorde bedeuteten.

Den GRR-Organisatorenpreis erhält der Paderborner Osterlauf, der vor seiner 70. Auflage steht. Als ältester deutscher Straßenlauf hat der Osterlauf einen großen Anteil an der Entwicklung des deutschen Straßenlaufes und genießt national wie auch international ein hohes Ansehen. Weltklasseleistungen gehören zur Geschichte dieses bedeutenden Straßenlaufes ebenso wie der Start von inzwischen über 10.000 Freizeitläufern.