Berlin-Marathon

Geoffrey Mutai geht in Berlin auf Weltrekordjagd

Am 30. September geht der schnellste Marathonläufer Geoffrey Mutai beim BMW Berlin-Marathon an den Start. Dort versucht er einen neuen Weltrekord aufzustellen.

Geoffrey Mutai 2012

Geoffrey Mutai gewinnt den Boston-Marathon 2011 in 2:03:02 Stunden.

Bild: photorun.net

Bei den Olympischen Spielen in London darf er nicht laufen, weil sein Verband ihn für nicht gut genug hält. Nun startet Geoffrey Mutai, der schnellste Marathonläufer aller Zeiten, statt in London in Berlin. Am 30. September geht der Kenianer beim BMW Berlin-Marathon auf Weltrekordjagd.

Im Frühjahr 2011 hatte Geoffrey Mutai für eine Sensation gesorgt: Beim Boston-Marathon stürmte der inzwischen 30-Jährige nach 2:03:02 Stunden ins Ziel. Dass die Zeit nicht als Weltrekord anerkannt werden konnte, hängt damit zusammen, dass die Punkt-zu-Punkt-Strecke von Boston nicht die entsprechenden Kriterien erfüllt. Zudem herrschte an diesem Tag ein eher seltener Rückenwind. Doch ob Wind oder nicht – niemand hätte für möglich gehalten, dass auf der schwierigen, hügeligen Boston-Strecke eine derartige Zeit möglich sein könnte. Auf einer regulären, flachen Strecke wie in Berlin müsste Geoffrey Mutai bei guten Wetterbedingungen in der Lage sein, zumindest genauso schnell zu laufen wie in Boston – wenn nicht schneller.

In Berlin hatte sein großer kenianischer Rivale Patrick Makau vor einem Jahr den Weltrekord auf 2:03:38 Stunden verbessert. Diese Marke will Geoffrey Mutai, der im vergangenen Jahr auch auf der welligen New Yorker Strecke mit 2:05:06 Stunden einen famosen Kursrekord aufstellte, nun in Berlin unterbieten. Vor zwei Jahren startete er schon einmal in der deutschen Hauptstadt. Damals unterlag er im Dauerregen Patrick Makau, der im Endspurt etwas stärker war und mit zwei Sekunden Vorsprung in 2:05:08 vor Geoffrey Mutai gewann.

Patrick Makau wird am 30. September nicht in Berlin am Start sein, so dass sich Geoffrey Mutai auf die Weltrekordjagd konzentrieren kann. Im April war er bei seiner Titelverteidigung in Boston in einem Hitzerennen vorzeitig ausgestiegen. Daraufhin nominierten ihn Kenias Verbandsfunktionäre nicht für die Olympischen Spiele. Geoffrey Mutai wird hoch motiviert sein, den Funktionären in Berlin zu beweisen, dass dies ein Fehler war. „Wir freuen uns, dass Geoffrey Mutai beim BMW Berlin-Marathon startet. Er zählt zu den besten Marathonläufern der Welt und will dies auf der schnellen Berliner Strecke einmal mehr beweisen“, erklärte Race-Direktor Mark Milde.