Birmingham

Genzebe Dibaba schaffte den Weltrekord-Hattrick

Beim Hallen-Meeting in Birmingham lief Genzebe Dibaba über 2 Meilen den dritten Weltrekord innerhalb von zwei Wochen.

Genzebe Dibaba

Genzebe Dibaba lief auch in ihrem dritten Hallenrennen in dieser Saison einen Weltrekord.

Bild: photorun.net

Genzebe Dibaba hat ihre einmalige Hallensaison mit einem weiteren Weltrekord fortgesetzt. Am Sonnabend brach die 23-jährige Äthiopierin beim Leichtathletik-Meeting in Birmingham auch die Bestmarke über die Zwei-Meilen-Distanz. Genzebe Dibaba, die jüngere Schwester der mehrfachen Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Tirunesh Dibaba, erreichte über die selten gelaufene Strecke eine Zeit von 9:00,48 Minuten. Damit pulverisierte sie die bisherige Bestzeit, die ihre Landsfrau Meseret Defar mit 9:06,26 vor fünf Jahren in Prag aufgestellt hatte.

Genzebe Dibaba komplettierte damit einen einmaligen Weltrekord-Hattrick: Innerhalb von zwei Wochen war dies ihre dritte globale Bestmarke in der Halle. Vor zwei Wochen war Dibaba in Karlsruhe überraschend einen Weltrekord über 1.500 m gelaufen. Die amtierende Hallen-Weltmeisterin erreichte über diese Distanz 3:55,17 Minuten. Fünf Tage später stürmte Dibaba in Stockholm zu einer 3.000-m-Fabelzeit von 8:16,60.

Wie bei ihren vorhergegangenen zwei Weltrekorden konnte Genzebe Dibaba auch über die Zwei-Meilen-Distanz in Birmingham in der zweiten Hälfte des Rennens noch zulegen. Nach der ersten Hälfte lag sie auf Kurs in Richtung der Bestzeit von Meseret Defar, die in den vergangenen zehn Jahren die große Rivalin ihrer Schwester Tirunesh war. 800 Meter vor dem Ziel war Genzebe Dibaba dann bereits vier Sekunden schneller im Vergleich zu Defar. Und im Ziel waren es schließlich sogar knapp sechs Sekunden. Weit abgeschlagen kamen Hiwot Ayalew (Äthiopien) nach 9:21,59 und Stephanie Twell (Großbritannien) mit 9:42,41 auf den Rängen zwei und drei ins Ziel. Den vier Jahre alten Meeting-Rekord hatte in Birmingham Tirunesh Dibaba mit 9:12,23 gehalten.

Genzebe Dibaba wird sich nun auf die Hallen-Weltmeisterschaften Anfang März vorbereiten. Die Frage ist dann, über welche Distanz sie antritt – 1.500 oder 3.000 Meter stehen zur Auswahl. Oder die Äthiopierin geht aufs Ganze und wagt einen Doppelstart.

Tesfaye Zweiter über 1.500 m mit WM-Norm
Ein starkes Rennen lief in Birmingham Deutschlands Mittel- und Langstreckenhoffnung Homiyu Tesfaye. Der aus Äthiopien stammende Läufer, der für Eintracht Frankfurt startet, wurde über 1.500 m hinter dem Kenianer Nixon Chepseba (3:37,19) Zweiter mit 3:37,35 Minuten. Damit unterbot er die Hallen-WM-Norm klar.