Crosslauf in Edinburgh

Garrett Heath schlägt Weltrekordler Kenenisa Bekele

Garrett Heath sorgte beim Crosslauf in Edinburgh für eine Überraschung. Im 4-km-Rennen ließ er 5.000- und 10.000-m-Weltrekordler Kenenisa Bekele hinter sich.

Crosslauf in Edinburgh

Das 4-km-Rennen der Männer kurz nach dem Start im Holyrod Park.

Bild: www.race-news-service.com

Es war ein amerikanischer Tag bezogen auf die Männerrennen in Edinburgh: Zunächst sorgte Garrett Heath für eine Überraschung im 4-km-Rennen, in dem er die afrikanischen Stars Asbel Kiprop (Kenia) und Kenenisa Bekele (Äthiopien) hinter sich ließ. Dann gewann Chris Derrick auch das 8-km-Rennen, das zu einem Team-Wettbewerb mit Mannschaften aus den USA, Großbritannien und Europa zählte. Hier waren keine Afrikaner am Start. Bei sehr guten, sonnigen Wetterbedinungen sicherte sich schließlich die Britin Gemma Steel den Sieg im 4-km-Lauf des Bupa Great Edinburgh Cross Country Race. Auf dem matschigen Untergrund des Holyrod Parks gewannen die Briten vor der Europa-Auswahl und den USA den Team-Wettbewerb.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Tariku Bekele, dem jüngeren Bruder von Kenenisa, hätte es im 4-km-Rennen einen Zweikampf zwischen Asbel Kiprop (Kenia) und Kenenisa Bekele (Äthiopien) geben können. Doch dem war nicht so. Der 1.500-m-Weltmeister Kiprop führte eine sechsköpfige Gruppe zeitweise an, während Superstar Bekele ganz am Ende lief und sich nicht an der Spitze zeigte. Das Training für sein Marathon-Debüt in Paris, bei dem er zurzeit Wochenumfänge von bis zu 240 Kilometern absolviert, geht zu Lasten der Geschwindigkeit.

Rund 800 Meter vor dem Ziel war Kenenisa Bekele praktisch geschlagen. Die vor ihm laufenden Kiprop, Garrett Heath und Meresa Kahsay (Äthiopien) hatten sich rund 15 Meter von ihm abgesetzt. „Ich war überrascht, dass Bekele nicht mehr nach vorne kam“, sagte Asbel Kiprop, der dann aber nochmals überrascht wurde, als Garrett Heath rund 250 Meter vor dem Ziel antrat und die Führung übernahm. Der Amerikaner war der Überraschungssieger in 11:51 Minuten vor Meresa Kahsa (11:52), Asbel Kiprop (11:58), James Magut (Kenia/12:00) und schließlich Kenenisa Bekele (12:02). „Das ist kein Resultat über das ich mich freuen kann. Aber durch das Marathontraining bleibt mir keine Zeit für schnelle Einheiten“, sagte Kenenisa Bekele.

Garrett Heath gewann überraschend vor den Afrikanern.

Bild: www.photorun.net

Die nächste amerikanische Überraschung folgte: Im 8-km-Rennen dominierte Chris Derrick, der in der ersten Hälfte bereits einen klaren Vorsprung herauslief. Der 23-Jährige war im vergangenen Jahr immerhin Zehnter der Crosslauf-Weltmeisterschaften. Doch dass er derart souverän zum Sieg laufen würde, überraschte ihn selber. „Das hätte ich nicht erwartet. Ich habe mich gut gefühlt. Aber ich dachte, dass Europameister Alemayehu Bezabeh stärker sein würde”, sagte Derrick. Der Spanier Bezabeh war einen Monat nach seinem EM-Triumph längst nicht in einer ähnlichen Form und wurde nur Neunter in 24:48. Hinter dem US-Amerikaner belegten Andy Vernon (Großbritannien/24:21) und Abdi Bashir (Belgien/24:27) die Plätze zwei und drei.

Für Fionnuala Britton (Irland) reichte es in Edinburgh nicht ganz zu einem Hattrick. Die Siegerin der vergangenen beiden Jahre musste dieses Mal mit Rang zwei vorlieb nehmen. Gemma Steel (Großbritannien) gewann das 6-km-Rennen, nachdem sie sich gemeinsam mit ihrer Landsfrau Emelia Gorecka, der Cross-Junioren-Europameisterin, abgesetzt hatte. Am Ende gingen Gorecka jedoch die Kräfte aus. Während Steel in 20:35 Minuten gewann, fiel Gorecka (20:51) noch hinter Britton (20:44) auf Rang drei zurück. Crosslauf-Europameisterin Sophie Duarte (Frankreich) kam auf dem hügeligen Kurs nicht so gut zurecht und wurde Vierte mit 20:57.

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