Transalpine-Run 2017

Führungswechsel auf der 2. Etappe

Von Lech am Arlberg nach St. Anton am Arlberg führe die zweite Etappe beim Transalpine-Run 2017. Nach dieser liegt nun das Team Bublak/Lauterbach in Führung.

Transalpine-Run 2017 - Fotos der 2. Etappe
Transalpine-Run 2017

Läufer auf der 2. Etappe des Transalpine-Runs 2017.

Bild: Andi Frank

Spannung pur beim 13. Transalpine-Run von Fischen im Allgäu nach Sulden/Ortler. Nach dem überraschenden Auftakterfolg der Kombination Sebastian Hallmann/Ralf Birchmeier (GER/SUI) gab es am 4. September 2017 auf der 2. Etappe von Lech/Arlberg nach St. Anton am Arlberg bereits den ersten Wechsel auf der Führungsposition.

Eine Fotogalerie mit Impressionen der Etappe finden Sie ober- und unterhalb des Artikels.

Auf der nur 23 Kilometer langen, aber mit fast 1.800 Höhenmetern äußerst anspruchsvollen Strecke liefen die beiden Teams Stephan Hugenschmidt/Matthias Dippacher (GER/GER) und Benjamin Bublak/Christoph Lauterbach (GER/GER) gemeinsam nach 3:04:53,4 Stunden über die Ziellinie. 9:25 Minuten vor den geschlagenen Spitzenreitern. Mit einem Vorsprung von 5:25 Minuten starten damit Bublak/Lauterbach als neue Gesamtführende in die 3. Etappe des 13. Transalpine-Run, die von St. Anton am Arlberg nach Landeck führt und mit 39,9 Kilometern und 2.019 Höhenmetern ebenfalls für eine Überraschung gut ist.

Transalpine-Run 2017: Schnee im Sommer macht Alternativroute nötig

Schnee im Spätsommer? Damit hatten wohl nur wenige der 600 Teilnehmer aus 30 Nationen im Vorfeld gerechnet. Zwar präsentierte sich der Startort Lech am Arlberg am Montagmorgen um 9 Uhr bei blauem Himmel, aber auch mit empfindlich kalten Temperaturen. Und da Teile der Originalstrecke nach St. Anton im hochalpinen Bereich tief verschneit und damit zu gefährlich für eine sichere Passage waren, gingen die Athleten wieder auf eine Alternativroute. Eine absolut gute Wahl, wie sich herausstellte. „Das ist Trailrunning, wie ich es mir vorstelle. Eine Superstrecke, das hat echt Spaß gemacht“, zeigte sich Stephan Hugenschmidt restlos begeistert von der neuen Streckenführung.

Zudem war die Strecke sportlich anspruchsvoll, was von vielen Teilnehmern aber wohl angesichts der relativ kurzen Distanz von nur 24 km unterschätzt wurde. Hinauf zum 2.300 m hohen Rüfikopf blieb die kleine Gruppe der Favoriten allerdings noch zusammen, erst beim zum Teil bis zu 50 Prozent steilen Anstieg hinauf zur Ulmer Hütte auf eine Höhe von 2.279 m sollte die sportliche Entscheidung des Tages fallen. Zusammen erreichten Bublak/Lauterbach und Hugenschmidt/Dippacher die Verpflegungsstation an der verschneiten Ulmer Hütte mit einem Vorsprung von gut vier Minuten auf die Spitzenreiter Hallmann/Birchmeier. Im folgenden Downhill hinunter in den weltbekannten Wintersportort St. Anton am Arlberg verloren die Spitzenreiter weitere fünf Minuten und erreichten das Ziel auf Rang drei mit einem Rückstand von 9:25 Minuten. Die Konkurrenz nahm es zur Kenntnis, mehr aber auch nicht. „Wenn es bei uns läuft, dann bremsen wir uns nicht selbst aus. Allerdings ist noch absolut nichts entschieden. Wir persönlich denken nur von Tag zu Tag“, erklärte der neue Spitzenreiter Christoph Lauterbach die neue Konstellation. Nach der schweren Schlappe zum Auftakt meldeten sich auch die im Vorfeld hoch gehandelten Hugenschmidt/Dippacher wieder zurück.

Zweiter Etappensieg für Schweden in der Damenwertung beim Transalpine-Run 2017

Während in der Kategorie Men der Wechsel in der Spitzengruppe für echte Spannung sorgte und eine Prognose für den Gesamtsieg des Transalpine-Runs nahezu unmöglich macht, haben sich in den weiteren Kategorien bereits die Favoriten an der Spitze festgesetzt. Bei den Frauen feierten die beiden 23 Jahre alten Schwedinnen Sanna und Lina El Kott Helander am zweiten Tag ihren zweiten Etappensieg und haben bereits 34:45 Minuten Vorsprung auf das Duo Kathrin Müller/Simone Schwarz. Nur 20:34 Minuten hinter den männlichen Tagessiegern erreichten die beiden blonden Skandinavierinnen das Ziel in einer Zeit von 3:25:28 Minuten.

Noch etwas schneller war das superstarke Mixed-Team Marianne Hogan und Mathieu Blanchard auf Rang 8 als Mixed-Sieger in 3:23:59 Stunden. Die Kanadier liefern sich einen spannenden Zweikampf mit Vorjahressiegerin Melanie Albrecht (GER) und ihrem neuen Partner David Wallmann (AUT). Beide liegen 15:14 Minuten zurück. „Das Knie macht leider ein paar Probleme, aber das wird schon wieder“, zeigte sich die erst 21-jährige Grainauerin Albrecht optimistisch vor den kommenden schweren Aufgaben. In der extrem stark besetzten Kategorie Master Men bleibt es trotz des zweiten Tageserfolges der Deutschen Titelverteidiger Florian Holzinger/Stefan Holzner ebenfalls ziemlich eng. Mit 8:07 Minuten Rückstand liegen die Italiener Anton Steiner/Alexander Erhard noch in Schlagdistanz.

Transalpine-Run 2017: Etappensieg im 12. Anlauf für Jürgen Kurapkat

Emotional wurde es in der Kategorie Senior Master Men, wo Jürgen Kurapkat seinen ersten Etappensieg bei seiner zwölften Teilnahme am Transalpine-Run feierte. „Ich war noch nie auf dem Podium, habe noch nie richtig was gerissen. Und jetzt dieser Etappensieg im zwölften Anlauf, eigentlich kann ich es noch gar nicht glauben“, zeigte sich Kurapkat von seiner eigenen Leistung beeindruckt. Weiter geht es für ihn und die anderen Teilnehmer des Transalpine-Runs 2017 direkt am folgenden Tag, dem 5. September. Dann steht bei der dritten Etappe die 39,9 km lange Strecke von St. Anton nach Landeck auf dem Programm.

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Bildergalerie: Transalpine-Run 2017 - Fotos der 2. Etappe
Foto: Andi Frank / Stephan Wieser

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