Wings for Life World Run 2017

Flucht vorm Catcher Car macht schnell

Das Catcher Car, das die Läufer beim Wings for Life World Run jagt, lässt diese einer Umfrage zufolge schneller laufen. Der Lauf findet weltweit statt, in Deutschland in München.

Wings for Life World Run München - Die Bilder : 42 Fotos
Wings for Life World Run 2017

Wen das Catcher Car beim Wings for Life World Run einholt, für den ist das Rennen zu Ende.

Bild: Flo Hagena

Der Wings for Life World Run 2017 findet am Sonntag, den 7. Mai zeitgleich in 25 Städten weltweit statt, unter anderem in Dubai, Melbourne, Valencia, Cambridge, Mailand und Wien. Einziger deutscher Austragungsort ist München, hier fällt der Startschuss um 13 Uhr. Für München haben sich bereits über 6.000 Teilnehmer angemeldet, nur in Wien liegt die Anmeldezahl noch höher.

Rennen, bis das Catcher Car kommt

In einem einzigartigen Wettkampf-Format laufen die Teilnehmer beim Wings for Life World Run so lange, bis sie vom Catcher Car eingeholt werden – der mobilen Ziellinie, die alle Teilnehmer mit zunehmender Geschwindigkeit vom Start weg jagt, bis auch der letzte Läufer weltweit überholt ist. Dank der mobilen Ziellinie erreicht bei diesem Rennen jeder Starter sein Ziel, egal ob Ultrarunner oder blutiger Anfänger. Langsamere Teilnehmer werden früher vom Catcher Car überholt, die globalen Sieger als letzte.

Schneller dank simulierter Flucht

Das Gefühl, gejagt zu werden, kann Menschen helfen, schneller und weiter zu laufen, als sie je für möglich gehalten hätten. So zumindest empfinden es tausende Teilnehmer des Wings for Life World Run. Die Sportpsychologie untermauert diese Vermutung: Das Simulieren des „Angst-Faktors“, so das Ergebnis einer Facebook-Umfrage von 2.400 Befragten, könne bei Läufern auf spielerische Weise zur Leistungssteigerung beitragen. Der Jagd-Faktor ist demnach eine der stärksten Motivationen für die Teilnehmer des Wings for Life World Run.

Flow will 80 Kilometer schaffen und sich den globalen Sieg sichern

Florian "Flow" Neuschwander, Ultrarunner und Sieger des Wings for Life World Run 2016 in München, treibt zudem nicht nur das von hinten drohende Catcher Car an, sondern auch auch der Gedanke an die Topläufer in in den anderen Städten: "Selbst als ich am Ende alleine in München gelaufen bin, hat man den imaginären Gegner, der am anderen Ende der Welt läuft, im Kopf. Das motiviert einen weiterzulaufen, weiter zu laufen bis nichts mehr geht." Erfolgreich abgeschlossen hat er den Wings for Life World Run 2016 mit 63,5 Kilometern in Deutschland. Am 7. Mai 2017 will er sich den Sieg global sichern und peilt die 80 Kilometer an.

Schon 13,8 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung

Das eigentliche Ziel des Rennens ist es aber, Spendengelder für die Wings for Life Stiftung sammeln. 100% aller Startgelder und Spenden fließen direkt in die Rückenmarksforschung. Weltweit sind Millionen Menschen in Folge einer Rückenmarksverletzung auf den Rollstuhl angewiesen. Die häufigste Ursache für Rückenmarksverletzungen sind Verkehrsunfälle und Stürze. Ziel der Stiftung ist es, eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. Zu diesem Zweck fördert Wings for Life seit 2004 erstklassige Forschungsprojekte und klinische Studien rund um den Globus. In den drei Jahren seit der Premiere des Wings for Life World Run im Jahr 2014 haben über 280.000 Menschen aus 193 Nationen in über 38 Ländern, verteilt auf sechs Kontinente, an diesem Lauf teilgenommen. Gemeinsam haben sie 2,8 Millionen Kilometer absolviert und 13,8 Millionen Euro Spendengelder gesammelt.

Mitmachen geht an jedem Punkt der Erde – dank der App zum Rennen

Die Wings for Life World Run APP erlaubt es jedem, überall an dem globalen Charity-Lauf teilzunehmen – selbst wenn sie es nicht schaffen, an einem der weltweiten Events an den Start zu gehen. Durch das Aktivieren der App auf dem Smartphone kann jeder Läufer am Wings for Life World Run teilnehmen. Ein virtuelles Catcher Car jagt den App-User dann zur exakt selben Zeit wie die Teilnehmer bei den Events rund um den Globus.

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