Men’s-Health-Urbanathlon

Florian Reichert verteidigt Titel

4.500 Läufer absolvierten beim Men's-Health-Urbanathlon in Hamburg 12 Kilometer, 13 Hindernisse, 1.000 Treppenstufen und 250 Höhenmeter.

Men’s-Health-Urbanathlon 2013
Men’s-Health-Urbanathlon

Die Hindernisse standen im Mittelpunkt beim Men’s-Health-Urbanathlon 2013.

Bild: Veranstalter

12 Kilometer, 13 Hindernisse, 1.000 Treppenstufen und 250 Höhenmeter, das war die erfolgreiche vierte Auflage des Men’s-Health-Urbanathlon am 17. August in Hamburg. Insgesamt 4.500 Teilnehmer wurden an der Elbmeile zwischen Fischmarkt und Övelgönner Strand von mehr als 30.000 begeisterten Zuschauern bejubelt.

Florian Reichert aus Göttingen verteidigte seinen Titel in einer Zeit von 48:44 Minuten vor Knut Höhler (Göttingen, 50:21) Bei den Frauen gewann Friederike Feil aus Tübingen mit ihrem Premierenlauf an der Elbmeile in 1:00:12 Stunden. Vorjahressiegerin Katharina Josenhans konnte krankheitsbedingt ihren drei Urbanathlon-Titeln keinen vierten hinzufügen. Sieger der Teamchallenge wurde das „Brooks Running Team“ mit Knut Höhler, Friederike Feil, Lutz Dinslage und Dr. Ingo Engelhardt in 3:58:21 Stunden.

Die Weltpremiere des „Bone-Breakers“ gewann Ralf Härle (Hamburg) in 1:52:07 Stunden. Erste Frauengewinnerin des Bone-Breakers“ wurde Sarah Drees aus Unna in 2:27:36. Auf die Urbanathlon-Doppelrunde über 24 Kilometer, 24 Hindernisse, 2.000 Treppenstufen und 500 Höhenmeter gingen 500 Starter. Der Frauenanteil betrug über die klassische und die doppelte Distanz elf Prozent.

Um den Sieg der Männer gab es am Samstagnachmittag den erwarteten Dreikampf zwischen den Vorjahressiegern Florian Reichert (2012), Knut Höhler (2010+2011) und dem Herausforderer Tom Schlegel (Bonn), der zum ersten Mal teilnahm. Über die ersten Kilometer und Hindernisse, wie dem Schuttcontainern „Happy Dumpster“ oder dem Hangelhindernis „Monkey Business“ war das Rennen an der Spitze taktisch geprägt. Die beiden Streckenkenner überließen Schlegel die Führungsarbeit, so dass er sich nicht an Ihnen orientieren konnte. An der 3,70 Meter hohen Halfpipe konnten Reichert und Höhler erstmals ihre Erfahrung ausspielen, um den neuen Konkurrenten bis zur äußersten Wendemarke am Jever Sand-Bag-Attack abzuhängen. Beim anschließenden steilen Övelgönner Mühlenweg suchte Florian Reichert die Vorentscheidung und zog Knut Höhler davon. Über den Elbhang, das Baugerüst „Urban Jungle“ und die Europaletten-Treppe „Lucifers Starcaise“ baute er seinen Vorsprung bis zum Ende auf rund 90 Sekunden aus. „Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, aber es war auch sehr hart. Die Strecke zu kennen, war für mich von Vorteil, aber die Anstiege zermürben einen immer wieder", sagte Florian Reichert, der kommende Woche einen Berglauf in Zermatt (Schweiz) bestreiten wird. Hinter dem Zweitplatzierten Knut Höhler kam Tom Schlegel als Dritter ins Ziel (51:28 Min.).

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Die ehemalige Leistungssportlerin Friederike Feil, die 2011 über die 3.000 Meter Hindernis bei den Deutschen Meisterschaften Dritte wurde, hatte das Frauenfeld fest im Griff. Sie lief bei Ihrer Hamburg-Premiere einen Start-Ziel-Sieg heraus. „Ich habe die Halfpipe vorher zwei-, dreimal getestet, das hat mir geholfen. Aber es ist etwas anderes wenn man die ersten Kilometer in den Beinen hat und dann drüber muss. Ich bin über Knut Höhler zum Urbanathlon gekommen und wir machen inzwischen viele Läufe gemeinsam“, sagte die Sporternährungsspezialistin.

Es ist immer wieder toll hier zu starten“, sagte die fünftplatzierte Angelika Kappen (Hamburg). „Jedes Mal gibt es neue Herausforderungen und eine geänderte Streckenführung, aber in diesem Jahr war es besonders anstrengend“, führte die dreimalige Teilnehmerin weiter aus. Führungsbiker Jens Schwedler resümierte: „Das Streckenprofil war definitiv selektiver als in den Vorjahren. Außerdem war es sehr warm, da hat die frische Brise an der Elbe etwas geholfen.“

Für alle Teilnehmer ging es um den Spaß an der Bewegung bei dieser einzigartigen Herausforderung in Deutschland. So schleppte das Team „Hart und Geil" über die Hälfte der Strecke einen Sandsack vom Övelgönner Strand, über die Elbhänge und die die Hindernisse bis ins Ziel. Im Ziel klatschten sich alle Urbanathleten ab, feierten bei der Siegerehrung und genossen das After-Race Programm. Über den ganzen Tag bot das Urbanathlon-Streetfestival Live-Musik, artistische Vorführungen und viele Aktionen zum Mitmachen.