LA-WM in Moskau

Favoritensieg für Meseret Defar über 5.000 Meter

Mit einem souveränen Sieg der äthiopischen Olympiasiegerin Meseret Defar endete das 5.000-m-Finale der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau.

Meseret Defar

Meseret Defar lief ein kontrolliertes Rennen und gewann
souverän das 5.000-m-Gold in Moskau.

Bild: photorun.net

Meseret Defar, die als große Favoritin ins Rennen gegangen war, setzte sich im Schlusssprint mit 14:50,19 Minuten vor der Kenianerin Mercy Cherono (14:51,22) durch. Dritte wurde Almaz Ayana (Äthiopien) in 14:51,33. Für Meseret Defar war es der zweite 5.000-m-WM-Titel nach 2007. Die 29-Jährige hatte über diese Distanz auch zwei olympischen Goldmedaillen gewonnen. Vor London 2012 hatte sie in Athen 2004 triumphiert. Deutsche Läuferinnen waren über 5.000 m in Moskau nicht am Start.

„Das ist ein großer Erfolg für mich. Es sind meine sechsten Weltmeisterschaften, und es ist meine zweite WM-Goldmedaille“, sagte Meseret Defar, die in der Zukunft auch ein Marathon-Debüt plant.

In einem lange Zeit taktischen, langsamen Rennen passierte die Spitzengruppe die 3.000-m-Marke erst nach 9:18,35 Minuten. Kurz danach ergriff die Äthiopierin Ayana die Initiative. Durch ihre Tempoverschärfung riss die Führungsgruppe auseinander und es entwickelte sich der erwartete Länderkampf zwischen Kenia und Äthiopien. Hinter Almaz Ayana liefen Meseret Defar, die beiden Kenianerinnen Mercy Cherono und Viola Kibiwot sowie Buze Diriba (Äthiopien). Dieses Quintett machte die Medaillen unter sich aus. Als erste konnte Diriba dem immer schnelleren Tempo nicht mehr folgen. Vor Kilometer vier (12:09,01) hatte sie den Anschluss verloren. Als es in die letzte Runde ging, fiel auch Kibiwot zurück.

„Es war wichtig, dass Almaz Ayana vorne das Tempo hoch hielt“, erklärte Meseret Defar.
Erst gut 200 Meter vor dem Ziel kam der Antritt der Olympiasiegerin, die dann an Almaz Ayana vorbeiging. Die dahinter laufende Mercy Cherono versuchte kurz, Meseret Defar zu folgen. Doch sie hatte keine Chance gegen deren Tempo und konzentrierte sich darauf, der vor ihr laufenden Almaz Ayana den zweiten Platz abzunehmen. Das gelang Cherono auf der Zielgeraden, während Meseret Defar zu einem ungefährdeten aber auch unspektakulären Sieg lief. „Das war erst mein zweites WM-Rennen, und ich habe meine erste Medaille gewonnen. Ich bin stolz und glücklich. Aber eines Tages will ich über 5.000 Meter ganz vorne sein“, erklärte Mercy Cherono.

Es war schade, dass es das große Duell zwischen Meseret Defar und der 10.000-m-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) in Moskau nicht gab. Äthiopiens Funktionäre hatten die Stars nur für jeweils eine Strecke nominiert und dadurch ein Aufeinandertreffen verhindert.

Leichtathletik-Weltmeisterschafte:

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