Halbmarathon-DM

Falk Cierpinski steigt aus

Der Sohn des zweifachen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski musste mit Seitenstichen aufgeben.

Falk Cierpinski musste mit Seitenstichen auf Rang zwei liegend aus dem Rennen gehen und vermasselte damit die Generalprobe auf seinen Frühjahrs-Marathonstart, den er am 2. Mai in Düsseldorf geplant hat. Wie übrigens auch sein Teamkollege von der SG Spergau, Tobias Sauter, der im spannenden Kampf um Rang zwei dem Passauer Richard Friedrich um vier Sekunden in 1:06:06 Stunden unterlag. „Die Zeit ist eher zweitrangig, schließlich gelten im Meisterschaftsrennen andere Gesetze. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden“, sagte Tobias Sauter, der unter den Fittichen des zweifachen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski einen großen Leistungssprung machen konnte und sich Hoffnungen auf einen Start bei den Europameisterschaften in Barcelona machen darf.

„Das ist meine beste Einzelplatzierung“, freute sich Richard Friedrich im Ziel. Der Lebenspartner der Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch war zumeist knapp an einer Medaille bei den nationalen Titelkämpfen vorbeigeschrammt und war nun in Bad Liebenzell auch der Titelgarant für die LG Passau, die sowohl die Mannschaftswertung bei den Männern als auch bei den Junioren gewinnen konnte und als „Gewinner des Tages“ die Rückreise ins Dreiländereck antreten darf.

Eine erstaunliche Entwicklung hat die inzwischen 41-jährige Bernadette Pichlmaier in den vergangenen drei Jahren durchlaufen. Aus der Drei-Stunden-Marathonfrau ist längst eine ernsthafte Kandidatin für die Marathon-EM geworden. „Im Kopf ist Bernadette jung und traut sich etwas zu“, umriss ihr Trainer Francesco Munoz die Fähigkeiten der spät berufenen Leistungssportlerin der LAG Mittlere Isar. Die Floristin und Mutter zweier Kinder ist nach ihrer Steigerung auf 2:35 nicht nur erneut die erste Anwärterin auf den Marathontitel am 9. Mai in Mainz, sondern hofft auf eine Zielzeit im Bereich von 2:33 Stunden.

In Bad Liebenzell traute sich Bernadette Pichlmaier viel zu und forderte die eigentlichen Titelfavoritinnen Ingalena Heuck und Melanie Schulz vom Startschuss heraus. „Ich wollte offensiv laufen, habe eine starke Männergruppe gefunden und habe mich dabei sehr wohl gefühlt“, freute sie sich im Ziel über Silber.

„Nein, enttäuscht bin ich nicht“, gestand die entthronte Titelverteidigerin Melanie Schulz. „Ich denke, ich habe das Halbmarathonrennen von Berlin noch nicht richtig weggesteckt. Ich war muskulär einfach noch nicht im Vollbesitz meiner Kräfte“, so die Erfurterin, die vor drei Wochen in der Hauptstadt mit 1:14:15 eine neue Bestmarke gelaufen war. Die im normalen Schichtdienst arbeitende Polizistin („mit einer 40- bis 60-Stunden-Woche“, so die Athletin) blickt allerdings voraus in Richtung Prag, wo sie am 9. Mai bei den Polizei-Europameisterschaften das Ticket für Barcelona mit einer Marathon-Endzeit um 2:33 Stunden lösen möchte.

Text: race-news-service.com/Wilfried Raatz
Foto: wus-media/Wilfried Raatz

Weiterlesen

Seite 2 von 2
Zurück zur ersten Seite:
Erster Titel für Ingalena Heuck