LA-WM in Moskau

Ezekiel Kemboi schafft Hindernis-Hattrick

Zum dritten Mal in Folge heißt der Weltmeister über 3.000-m-Hindernis Ezekiel Kemboi. Der kenianische Olympiasieger gewann in 8:06,01 Minuten.

Ezekiel Kemboi schafft Hindernis-Hattrick

Ezekiel Kemboi auf dem Weg zum dritten WM-Titel in Moskau.

Bild: photorun.net

Kenias 3.000-m-Hindernisläufer haben bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau ihre Vormachtstellung über diese Distanz eindrucksvoll bestätigt. Zum dritten Mal in Folge heißt der Weltmeister Ezekiel Kemboi. Der kenianische Olympiasieger gewann in 8:06,01 Minuten vor seinem Landsmann Conseslus Kipruto (8:06,37). Dritter wurde der französische Europarekordler Mahedine Mekhissi-Benabbad, der nach 8:07,86 im Ziel war. Es war ein hochklassiges, aber nicht ganz so spektakuläres Finale wie erwartet.

Während sich der erst 18-jährige Newcomer dieser Saison, Conseslus Kipruto, von Beginn an an die Spitze des Feldes setzte, hielt sich sein 13 Jahre älterer Landsmann Ezekiel Kemboi lange Zeit zurück und wartete ab. Das Tempo war mit Zwischenzeiten von 2:45,94 Minuten (1.000 m) und 5:31,95 (2.000 m) flott, aber nicht extrem schnell. Auf dem letzten Kilometer machte der weiter in Führung liegende Conseslus Kipruto Handbewegungen in Richtung Titelverteidiger Ezekiel Kemboi. Offenbar wollte er ihn auffordern, sich an der Führungsarbeit zu beteiligen. Kemboi reagierte darauf nicht. Erst 200 Meter vor dem Ziel trat er an und erlief sich ein paar Meter Vorsprung. Als Kipruto dann am letzten Hindernis auf der Zielgeraden etwas aus dem Rhythmus kam, war die Entscheidung gefallen. Den Rückstand konnte der Youngster nicht mehr aufholen, obwohl er den besseren Schlusssprint hatte.

Wie bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften gewann Mahedine Mekhissi-Benabbad die Bronzemedaille. Der französische Olympia-Zweite von London 2012 bewies einmal mehr, dass er zurzeit der einzige ist, der ganz vorne mithalten kann. Mekhissi-Benabbad verhinderte einen kompletten kenianischen Triumph. Vierter wurde Paul Koech (Kenia) in 8:08,62 vor dem starken US-Amerikaner Evan Jager (8:08,67).

„Ich wollte unbedingt das dritte WM-Gold nach Berlin 2009 und Daegu 2011 gewinnen. Das ist mir gelungen“, erklärte Ezekiel Kemboi. Nur einem anderen Kenianer war dies zuvor gelungen: Moses Kiptanui siegte 1991 in Tokio, 1993 in Stuttgart und 1995 in Göteborg.

Schwedischer Favoritensieg von Abeba Aregawi über 1.500 Meter
Mit dem Sieg der favorisierten Abeba Aregawi (Schweden) endete das 1.500-m-Finale der Frauen. Vom Start weg hatte sich die starke US-Amerikanerin Jennifer Simpson an die Spitze des Feldes gesetzt. Hinter ihr formierte sich das kompakte Feld. Nach knapp 1.000 Metern schob sich die aus Äthiopien stammende Abeba Aregawi nach vorne und lief nun versetzt einen halben Schritt hinter Jennifer Simpson. Als Aregawi dann in der letzten Runde antrat, konnte ihr keine wirklich Paroli bieten. Die 23-jährige Schwedin, die im vergangenen Dezember die neue Staatsbürgerschaft erhielt und dann im März bereits Hallen-Europameisterin über 1.500 m wurde, gewann in 4:02,67 Minuten. Jennifer Simpson erkämpfte mit 4:02,99 die Silbermedaille vor der Kenianerin Hellen Obiri (4:03,86). Vierte wurde Hannah England (Großbritannien/4:04,98) nach einem starken Schlussspurt.

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