England

Europäer schlugen afrikanische Konkurrenz

Beim Straßenlauf in Manchester setzten sich über die 10-km-Distanz Günther Weidlinger und Jo Pavey durch.

Europäische Sieger gab es beim 10-km-Straßenlauf in Manchester. Während der Österreicher Günther Weidlinger das Männerrennen für sich entschied, war die Britin Jo Pavey die schnellste Frau. Beide setzten sich gegen hochkarätige afrikanische Konkurrenz durch.

Günther Weidlinger bestätigte seine starke Form mit einem Sieg in Manchester.

Bild: photorun.net

Der 30-jährige Günther Weidlinger, der sich inzwischen immer mehr auf die Langstrecken und nicht mehr auf den Hindernislauf konzentriert und vor kurzem beim Meeting in Stanford (USA) die Olympianorm über 10.000 m erreichte, lief taktisch geschickt. In der Anfangsphase überließ er dem Marathon-Weltmeister Luke Kibet (Kenia) und Mark Carroll (Irland) die Tempoarbeit. Beide spielten dann am Ende keine Rolle. Kibet wurde in 28:21 Minuten Fünfter, Carroll fiel bis auf Rang zwölf zurück.

Vorne dagegen entwickelte sich ein spannender Dreikampf, den Günther Weidlinger schließlich im Schussspurt für sich entschied. Der Österreicher gewann in 28:10 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Cross-Europameister Sergiy Lebid (Ukraine). Dritter wurde der aus Somalia stammende und für Schweden laufende Mustafa Mohamed – ebenfalls ein Hindernisläufer – in 28:12. „Dies war ein prima Erfolg für mich, denn es herrschten schwierige, windige Bedingungen, und es war ein Top-Feld am Start. Aber ich war zuversichtlich, dass ich gewinnen würde“, erklärte Günther Weidlinger.

Jo Pavey setzte sich in Manchester gleich gegen eine Reihe hochkarätiger afrikanischer Marathonläuferinnen durch. Bereits in der schnellen Anfangsphase des Rennens hatten Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia) und ihre Landsfrau Margaret Okayo, die einst unter anderem den London-Marathon gewonnen hatte, den Kontakt zur Spitze verloren. Ndereba wurde schließlich Siebte in 32:55 Minuten, nachdem sie zuvor immerhin noch Derartu Tulu (Äthiopien/Achte in 32:56) wieder überholt hatte. Okayo platzierte sich nicht im Vorderfeld.

Erst in der Schlussphase des Rennens fiel die Entscheidung zugunsten von Jo Pavey, die sich von Rose Cheruiyot lösen konnte. Die Britin war nach 31:58 Minuten zehn Sekunden vor der Kenianerin im Ziel. Dritte wurde Bezunesh Bekele (Äthiopien) in 32:33. „Dieser Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen in Richtung Peking, denn ich werde bei Olympia über 10.000 Meter antreten“, erklärte Jo Pavey.