Leser-Reporterinnen Uschi Kremer und Manuela Heger

Etappe 3: Emotionales Finale unter Beifall

Die letzten Kilometer von der Hallertau nach St. Petersburg sind extrem emotional. Zwei Tage bleiben unseren Leser-Reporterinnen Uschi Kremer und Manuela Heger, um Etappe 3 zurückzulegen.

Tag Vier und das Finale

Endlich geschafft: Das Team ist in St. Petersburg angekommen.

Bild: Manuela Heger

Tag 4: Das Team auf Abwegen

Es ist sonnig-warm bei der Abfahrt am frühen Morgen. Unterwegs besichtigen sie ein Altrussisches Dorf am Peipus-See in Estland. Die Häuser sind ärmlich heruntergekommen. Nach 50 Kilometer Anfahrt laufen Manuela und Rob wieder, es geht durch viele Wälder, leider in Begleitung mit den großen Pferdebremsen. Es begegnen ihnen einige Wohnmobile. „Das Urlaubsgebiet am See ist beliebt bei Fischern und Bade-Urlauber“, erzählt Manuela. Am Straßenrand verkaufen einige Fischer ihren Fang, teilweise auch schon geräuchert.

Uschi und Peter Pf. nehmen den Weg direkt durch das Altrussische Dorf und verlaufen sich prompt. „11 Kilometer hat uns der Umweg gekostet. Allerdings hatten wir Spaß mit den herumlaufenden Kindern, sie staunten und lachten über das Klapprad mit den kleinen Reifen“, berichtete Uschi. Um 16 Uhr, noch früh am Tag sind fast alle im Auto versammelt. Deswegen fahren Uschi, Peter Pf., Manuela, Rob und Timo für eine Stunde ans Meer.

Peter H. und Hartmut laufen die letzte Strecke nach Narva. „Unterwegs war ziemlich viel Verkehr auf der A 1 von Jöhvi nach Narva. Der Europa-Radweg zeigte sich nicht von seiner besten Seite“, beschwert sich Peter H.

Anschließend treffen sich alle im King´s Hotel in Narva. Peter H. und Hartmut sitzen bereits draußen und essen Fleischspieße. Danach gehen alle zum Fluss Narva und bestaunen die beiden gewaltigen Festungen „Iwangorod“ in Russland und die „Hermannsfeste“ in Estland. Ein bisschen mulmig ist jedem zumute. Keiner weiß ob am letzten Lauftag alles nach Plan laufen wird.

Das große Finale für die Leser-Reporterinnen Uschi Kremer und Manuela Heger

Die Spannung steigt. Um 8 Uhr morgens gehen Uschi und Peter Pf. zu Fuß über die Grenze. Im Gepäck haben sie Medikamente für Uschi dabei. Eine russische Übersetzung soll erklären, warum Uschi die Medikamente mitführt. Die Kontrolle an der Grenze verläuft reibungslos. Zum Vergleich: Das Auto mit den anderen Insassen brauchte für die Grenzüberquerung drei Stunden!

„Gut ausgebaut ist der erste Teil der 140-Kilometer-Strecke des R1-Radweges vom Grenzübergang Iwangorod bis Gurljewo, die anfallenden 43 Kilometer laufen Peter und ich auf der russischen Autobahn“, erzählt Uschi lachend. „Im Ernst! Der Randstreifen ist so breit wie eine Fahrbahn, sodass wir bequem nebeneinander laufen und radeln können. Wie oft wir im russischen Verkehrsfunk erschienen sind, werden wir wohl nie erfahren“.

Die Autofahrer sind für ihr rücksichtsvolles Verhalten sehr zu loben. Zum Gänsehaut-Erlebnis wird für Uschi und Peter Pf. der finale Zieleinlauf. Auf den letzten 3 Kilometern steht auf der Gegenfahrbahn der Verkehr still. „Dawai, Dawai“ rufen die unzähligen Leute, hupen, winken und feuern die beiden lachend an. Peter, der wie ein Prinz winkt, und Uschi werden förmlich ins Ziel getragen. Sie grinsen über die russische Begeisterungswelle.

Weiterlesen

Seite 3 von 3
Zurück zur ersten Seite:
2.450 Kilometer von der Hallertau nach St. Petersburg