Neu Delhi-Halbmarathon

Erstes Rennen nach dem Olympiasieg für Eliud Kipchoge

Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge ist der Star beim Neu Delhi-Halbmarathon. Es ist sein erstes Rennen nach dem Erfolg in Rio.

Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge

Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge will in Neu-Delhi eine Weltklassezeit im Halbmarathon laufen. Es ist sein erster Start nach dem Triumph in Rio.

Bild: photorun.net

Knapp drei Monate nach seinem eindrucksvollen Marathon-Olympiasieg in Rio geht Eliud Kipchoge am Sonntag erstmals wieder an den Start: Der 32-jährige Kenianer steht beim Neu Delhi-Halbmarathon im Mittelpunkt und gilt als Favorit. Bei den Frauen wird die aktuelle Halbmarathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir (Kenia) laufen.

In den vergangenen Jahren hatte der hochkarätige Neu Delhi-Halbmarathon immer wieder ein sehr breites Weltklassefeld am Start. Dieses Mal konzentriert sich das Geschehen mehr auf den Olympiasieger, der mit großen Zielen nach Indien gereist ist. „Ich möchte gerne meinen persönlichen Rekord unterbieten“, sagte Eliud Kipchoge, der sich in den letzten Jahren sehr stark auf die Marathondistanz konzentriert hatte und daher nur selten über die „halbe Distanz“ an den Start gegangen war. Seine Bestzeit von 59:25 Minuten ist bereits gut vier Jahre alt. „Die Strecke hier in Neu Delhi ist flach, so dass schnelle Zeiten möglich sind. Ich möchte am Sonntag unter 59 Minuten laufen. Ich denke, das kühle Wetter am frühen Morgen ist ideal zum Laufen“, erklärte Kipchoge. Der Streckenrekord des Äthiopiers Guye Adola steht seit zwei Jahren bei hochklassigen 59:06 Minuten.

Schärfster Konkurrent von Eliud Kipchoge, der vor einer Woche in Athen zum Marathonläufer des Jahres ernannt worden war, dürfte Yigrem Demelash sein. Der Äthiopier wurde bei den Olympischen Spielen in Rio Vierter im 10.000-m-Finale und hatte sich im Frühjahr im Halbmarathon auf 59:49 Minuten gesteigert. Die Marathon-Spezialisten Alphonse Sambu (Tansania), Fünfter in Rio, und Tesfaye Abera (Äthiopien), der Sieger des Dubai- und des Hamburg-Marathons in diesem Jahr, können ebenfalls eine Rolle spielen.

Bei den Frauen ist Peres Jepchirchir favorisiert. Die Kenianerin hat zuletzt sechs Rennen in Folge gewonnen. Nachdem sie im März in Cardiff den WM-Titel im Halbmarathon gewann, siegte sie zuletzt im Oktober in Valencia über die 21,0975-km-Distanz mit 67:09. Ihre Bestzeit steht bei 66:39 Minuten. Es könnte allerdings spannend werden. Denn etwas schneller als Jepchirchir war in diesem Jahr Worknesh Degefa: Die Äthiopierin belegte in Prag Rang zwei mit 66:14. Mit Gladys Chesire (Kenia) ist eine weitere Läuferin am Start, die bereits unter 67 Minuten rannte (66:57).