WM-Tag 2, 16. August 2009

Emotionen pur

Nicht nur Anine Hell ist von der Euphorie im Stadion mitgerissen – auch die Athleten sind begeistert.

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Erster WM Tag bei der Eröffnungsfeier mit Blick zur Ehrentribühne.

Bild: Anine Hell

Parallel läuft das Finale im Kugelstoßen der Frauen! Es ist eine Bomben-Stimmung im Stadion, die Leute stehen unentwegt auf und man weiß kaum, auf welchen Wettkampf man sich als Erstes konzentrieren soll! Es herrscht ein wahres Mitgefühl für Nadine Kleinert! Ich habe Nadine in der Mixed Zone getroffen. Die Fernsehbilder mögen viel vermitteln können, aber diese Frau ist wirklich groß. 190 cm und 90 kg schwer. Masse mit Klasse kann ich nur sagen. Sie gewinnt an diesem Abend ebenfalls Silber wie schon 2004 bei Olympia. Das Stadion feiert natürlich überwiegend die deutschen Athleten, die hier ihr Heimspiel haben. Vor allem mit Anerkennung und Hochachtung vor der Leistung von Siebenkämpferin Jennifer Oeser.

Aufgeheizte Stimmung 200 m vor dem Ziel am Brandenburger Tor.

Bild: Anine Hell

Freude und Emotionen sind hier in der Leichtathletik zu erkennen, dagegen ist Fußball peanuts! So ein Stadion hat auch immer etwas Bewegendes! Ich habe Gänsehaut, als die Siebenkämpferinnen auf ihren 800 Metern kämpfen und die Zuschauer sich reihenweise erheben. Es ist einfach toll, wie diese Euphorie und das Aufspringen von den Sitzen bei einem Ergebnis so laut ist, dass es den Athleten auch tatsächlich erreicht. Das beste Beispiel ist Jennifer Oeser.

Keinen Zweifel an ihren Durchhaltevermögen oder an ihrer Willenskraft, aber das Publikum ist hier sozusagen ihr drittes Bein. Mit einem anderen stolpert sie kurz, fängt sich dann wieder und läuft auf den zweiten 400 Metern willenstark an die dritte Position. Sie selber beschreibt als das Besondere an der WM im eigenen Land „das Publikum, das einen zu neuen Bestleistungen antreibt!“ Sie hat Recht. Sie kommt als Vierte ins Ziel und wird im Endkampf Zweite! Man sieht ihr die Unfassbarkeit an.

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