Leserreporterin Christa Joof

Eine unter 33.000 Läuferinnen

Leserreporterin Christa Joof lief 2015 zum ersten Mal beim Österreichischen Frauenlauf mit und war von der Stimmung und der guten Organisation begeistert.

28. Österreichischer Frauenlauf 2015 - Fotos
Christa Joof mit Medaille nach dem Österreichischen Frauenlauf 2015

So strahlen glückliche Teilnehmerinnen. Für Christa Joof war es der erste Frauenlauf und sie war sichtlich begeistert.

Bild: privat

Freundinnen hatten mir erzählt, dass der Österreichische Frauenlauf einer der schönsten Läufe überhaupt sein soll. Von der Organisation über die Strecke aber vor allen Dingen wegen der ganzen Atmosphäre. Das wollte ich auch mal kennenlernen, deswegen habe ich mich im März für die 10 km angemeldet. Ein bisschen teuer (38 Euro), aber dafür wird meines Erachtens auch einiges geboten. Die Nachfrage war sehr groß, bereits Ende April war alles ausgebucht: 33.000 Startplätze, 23.000 sind für die 5 km gestartet, der Rest – mit mir – für die 10 km.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Die ausführlichen Unterlagen und aktuelle News zum Österreichischen Frauenlauf kamen rechtzeitig per E-Mail: Programmheft – auch für Zuschauer – Startnummernbekanntgabe, Abholungsmodi, etc. Absolut herausragend war die liebevoll gestaltete Check-Liste vor dem Lauf. Angefangen mit „Einer Woche vor dem Lauf“ über „Kurz vorher“ bis „Danach“. Dazu noch ein Tipp, sich um 19:45 Uhr auf ORF 1 eine Zusammenfassung des Österreichischen Frauenlaufs anzuschauen – was ich dann auch tat.

Mit der Tochter ab nach Wien

Ich habe mir mein Töchterlein geschnappt und bin zwei Tage vorher mit dem Zug – ganz entspannt – nach Wien gefahren und haben in einem schnuckeligen, kleinen Hotel übernachtet. Am Samstag haben wir die Starterunterlagen vor Ort abgeholt. Der war sehr gut beschildert und so ging alles enorm zügig, auch die T-Shirt-Abholung und die Übergabe des „Sackerls“ mit Produkten der Sponsoren. Darin waren Duschgels, allerlei Pröbchen, Müsliriegel, Gatorades, etc. War ganz schön schwer. Danach konnte man auf der „Party-Meile“ des Österreichischen Frauenlaufs noch jede Menge Stände mit sportlichen Angeboten anschauen, ein paar Kleinigkeiten essen und den Interviews zuhören.

Beim Österreichischen Frauenlauf waren auch bekannte Läuferinnen am Start: Jessica O’Connell, die am Ende die fünf Kilometer gewonnen hat und Jennifer Wenth, die Dritte wurde.

Obwohl so viele Frauen teilnahmen empfand Christa Joof die Organisation des Österreichischen Frauenlaufs als äußerst erfreulich und sogar amüsant.

Bild: privat

Start nur mit Disziplin

Bei der Anmeldung musste man angeben, in wie viel Minuten man voraussichtlich am Ziel sein wird. Dementsprechend wurde man in Starterblöcke aufgeteilt – bei Vordrängeln drohte Disqualifizierung, wenn man weiter hinten als angegeben startete, war das aber kein Problem. Dies klappte äußerst diszipliniert und vorbildlich. Links war A, rechts B usw. A startete, dann rückte die Menge vor. Zwei Minuten später startete B, usw. Alles wirklich beeindruckend.

Super war die Organisation der dixi-Toiletten. Gefühlte 1.000 Toiletten waren neben den Starterblöcken drapiert und auch lustig beschildert: Noch 39 Toiletten vor dem Start, noch 38 Toiletten vor dem Start, usw. konnte man dort lesen. So konnte man auch noch 30 Sekunden vor dem Startschuss schnell rüber flitzen. Aber beim Vorjahreslauf war wohl jede Menge Klopapier vorhanden, dieses Mal keine einzige Rolle. Gut, dass in dem Sackerl auch eine Packung Hakle Feucht war, sonst hätte ich ein mittelschweres Problem gehabt.

Christa Joof vor dem Start des Österreichischen Frauenlaufs 2015

Bild: privat

Entspannte Anreise, entspannter Lauf - Christa Joof freut sich über die Atmosphäre vor dem Lauf.

Am Sonntag bin ich ganz easy mit der U-Bahn angereist und habe mich rechtzeitig am Start eingefunden. Das Wetter war bilderbuchmäßig, die Stimmung dementsprechend. Die Strecke des Österreichischen Frauenlaufs ist flach, überwiegend asphaltiert, minimale Steigungen, der Abschnitt durch den Prater ist wirklich sehr schön – und teilweise lustig. Die Zuschauer bejubeln einen und drücken einem die Daumen.

Mit Musik läuft es sich gleich leichter

Es gab zehn Bands, die sich auf den 10 km des Österreichischen Frauenlaufs verteilt hatten. Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie mich das beflügelt hat. Ich bin zwei Minuten schneller als sonst gelaufen. Von Samba über Heavy Metall bis Helene Fischer, da war für jeden etwas dabei. Was ich auch gut fand: Es gab unterwegs zwei Erfrischungsstände, wobei jeder Spender ausgerufen hat, was er hat: Wasser oder Gaterade, so war man sofort richtig informiert. Bei unseren Läufen muss man immer erst nachfragen …

Endlich der Zieleinlauf

Der Einlauf ins Ziel war gigantisch! Frenetischer Beifall und wieder eine Super-Band. Jede Frau bekam eine Medaille und eine Rose. Es gab Wasser soweit das Auge reichte. Danach konnte man noch mal in der Partymeile chillen, alles in Ruhe genießen und den Lauf richtig schön ausklingen lassen.

Fazit: Es war wirklich ein sehr schönes Event. Werde ich nächstes Jahr wieder beim Österreichischen Frauenlauf mitlaufen? Warum nicht? Wenn wieder alles passt, sehr, sehr gerne!

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