Faszination Rennsteiglauf

Ein Mittendrin-Report von Heiko Rammenstein

Leserreporter Heiko Rammenstein war beim Kultlauf im Thüringer Wald dabei. Beim Rennsteiglauf bewältigte er den Supermarathon: 72,7 km Länge, Gesamt-Höhendifferenz 2.479 m.

GutsMuths-Rennsteiglauf 2014 - Die Bilder

Kultlauf durch den Thüringer Wald

Der Kultlauf durch den Thüringer Wald wurde erstmals 1973 ausgetragen, als an eine Wiedervereinigung noch nicht zu denken war. Mittlerweile erfreut sich der Rennsteiglauf deutschlandweit größter Beliebtheit und zieht auch viele ausländische Gäste an. Das für die Veranstalter erfreuliche Ergebnis der „marathon4you“- Umfrage: Der Rennsteiglauf war im Jahr 2013 Deutschlands Nummer Eins für die Teilnehmer der Befragung.

Nach über 70 Kilometern durch den Thüringer Wald noch frisch: Leserreporter Heiko Rammenstein nach dem Rennsteiglauf.

Bild: privat

Herausforderung Supermarathon

Heutzutage zieht der Rennsteiglauf über 15.000 Läufer, Walker und Wanderer an. Um die Organisation dieses europaweit größten Crosslaufs gewohnt reibungslos zu gewährleisten, stellen sich mehr als 1.500 ehrenamtliche Helfer aus über 30 Vereinen zur Verfügung. Angeboten werden der Supermarathon, worüber im Folgenden berichtet wird, der Marathon über 43,5 km, der Halbmarathon über 21,1 km, Nordic Walkingtouren über 35 km und 17 km, eine Wanderung über 17 km und Crossstrecken für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit Behinderungen.

Vorweg die beeindruckenden Streckendaten des Supermarathons: 72,7 km Länge, Starthöhe 210 m NN, Zielhöhe 711 m NN, Anstiege gesamt 1.470 m, Abstiege gesamt 969 m, Höhendifferenz gesamt 2.479 m, höchster Punkt 973 m NN. Der 42. GutsMuths-Rennsteiglauf soll für mich zur erneuten Bewährungsprobe werden, nachdem ich ihn im letzten Jahr mehr schlecht als recht verletzungsbedingt im Schongang absolvieren musste. Am 17. Mai ist der große Tag dieses faszinierenden Landschaftslaufs.

Start zum Rennsteiglauf in Eisenach

Eisenach um halb sechs am Morgen. In dem gut gefüllten Zelt auf dem Marktplatz herrscht hektische Betriebsamkeit. Man bereitet sich auf den Start zum Rennsteiglauf vor. Laufdress und Schuhe anziehen, Startnummer befestigen, Zeitmesschip nicht vergessen, schnell noch etwas trinken und eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Anschließend Kleiderbeutel packen und an einem der bereitgestellten Lastwagen, gekennzeichnet nach den Startnummerbereichen, abgeben.

Das Rennsteiglied erklingt von den Lautsprechern der Bühne aus, die auf dem Marktplatz errichtet worden ist. Am Vorabend hat im Festzelt die Kloßparty stattgefunden, und von der Bühne aus ist Live-Musik gespielt worden. Dixi-Klos stehen auf einem Innenhof abseits des Marktplatzes bereit. „Atemlos“, dröhnt ein Lied Helene Fischers über den Platz. Wie passend! Atemlos würden wir bald sein. Der MDR-Hubschrauber flattert über uns hinweg. Auch für das regionale Fernsehen und seine Zuschauer ist der Rennsteiglauf von Interesse. Ein Sprecher begrüßt uns und zählt die Sekunden herunter. Um Punkt sechs begeben sich mehr als 2.100 Läuferinnen und Läufer unter dem Applaus der schon zahlreich anwesenden Zuschauer auf den langen Kanten. Bei 7 Grad und leichter Bewölkung herrschen beste äußere Laufbedingungen.

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