Größter Lauf der Schweiz

Dritter Start, dritter Sieg beim Grand Prix von Bern 2012

Dritter Start, dritter Sieg lautete die Devise des Kenianers Daniel Chebii beim Grand-Prix von Bern. Seine Landsfrau Caroline Chepkwony gewann mit knapp einer Minute Vorsprung vor Susanne Hahn.

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Grand-Prix von Bern 2012

Persönliche Bestzeiten gab es beim Grand-Prix von Bern 2012 trotz schlechten Wetters.

Bild: swiss-image.ch/ Andy Mettler

Mit 25.524 Läufern konnte der 31. Grand-Prix von Bern 2012 trotz schlechten Wetters den Vorjahresrekord (25.056 Finisher) klar überbieten. International gehört das größte Laufevent der Schweiz damit zu den Top 30.

Über zehn Meilen verpasste Daniel Chebii in 46:15 Minuten den Streckenrekord von Zersenay Tadesse aus dem Jahr 2004 (46:04,9) knapp. Ihm folgten Tolossa Chengere (Äthiopien; 47:46) und der Kenianer Patrick Mugur Ereng in 47:49 Minuten. Chebii sorgte für den ersten Hattrick – dritter Start, dritter Sieg – in der Geschichte des Grand-Prix von Bern.

Im Frauenrennen lag Favoritin Caroline Chepkwony (54:38 Minuten) deutlich vor Susanne Hahn in 55:32 und der Russin Ekaterina Shlyakhova (58:22).

Die Hauptdistanz des Grand-Prix von Bern 2012 verlief über 10 Meilen (16,039 km), daneben gab es den Altstadt-GP über 4,7 km und den 1,6-km-Bären-GP für Kinder. Auf der Hauptstrecke kamen die Läufer an Berner Sehenswürdigkeiten wie dem Rathaus, dem Bärengraben, dem Dählhölzliwald (Zoo) und dem Bundeshaus vorbei.

Schnellster Schweizer wurde Viktor Röthlin, der auf regennassen Straßen beim Grand-Prix von Bern 2012 Vorsicht walten ließ. „Ich bin mit angezogener Handbremse gelaufen“, sagte er mit Blick auf seinen bevorstehenden vierten Olympia-Marathon.

Den Altstadt-GP entschied erneut Lokalmatador Philipp Bandi in 13:36 Minuten für sich. Die schnellste Frau war Mirja Jenni (15:53).

Das Regenwetter trübte zwar die Laune des Publikums ein wenig, hinderte die Läufer bei einem der schnellsten GP-Rennen überhaupt aber nicht am Aufstellen persönlicher Bestzeiten. Stellvertretend dafür steht der Oberländer Albert Anderegg. Der 66-jährige Läufer aus Innertkirchen, der seit 1982 keinen einzigen GP verpasst hat, sorgte beinahe für eine Weltbestleistung: Seine Zeit von 1:00:30 wurde bisher in seiner Kategorie (M65) über 10 Meilen erst einmal unterboten.